Subsahara-Afrika: Perspektiven für deutsche Unternehmen

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​veröffentlicht am 23. März 2020 | Lesedauer ca. 2 Minuten

 

 

 

In den Ländern südlich der Sahara gibt es eine Vielzahl von Menschen, die nicht einmal über einen Stromanschluss verfügen. Insbesondere in den ländlichen Gebieten benötigen die Länder dringend eine ausreichende Energieversorgung. Durch eine ungleiche Verteilung von Strom ist es kaum möglich, eine Wirtschaft aufzubauen bzw. weiter zu entwickeln.

 

Mit einer zunehmenden Bevölkerungszahl in den kommenden Jahren wird der Energiebedarf nicht nur in den größeren Städten, sondern auch in den ländlichen Gebieten rasch ansteigen. Prognosen zufolge soll sich die Einwohnerzahl in der Subsahara-Region bis zum Jahr 2050  auf rund 2,2 Mrd. belaufen. Mit einer wachsenden Wirtschaft geht ebenso eine Erhöhung des Energiebedarfs einher. Beide Faktoren stellen eine große Herausforderung und gleichzeitig auch eine Chance für die Region dar. Vor allem im Bereich der Elektrifizierung bestehen noch Potenziale, die noch viel stärker genutzt werden könnten. Neben den für deutsche Unternehmen wichtigsten Märkten in Afrika, wie bspw. Südafrika und Kenia, könnten sich in Bezug auf die Erneuerbaren Energien-Branche für weitere Länder in der Subsahara-Region mögliche Chancen für die deutsche Wirtschaft ergeben. 

 

Für viele Subsahara-Länder gehört der Ausbau der Erneuerbaren Energien zu einem der bedeutenden Wirtschaftsziele und zur politischen Strategie. Die klimatische Lage dortzulande bietet beste Voraussetzungen für Erneuerbare Energien (Solar, Windenergie, Wasserkraft), die zu einer umweltfreundlichen Energieversorgung, aber auch positiven wirtschaftlichen Entwicklung der betreffenden Gebiete der Region, beitragen könnten.

 

Eine Lösung für den unaufhaltsam steigenden Energiebedarf könnte die Lieferung deutscher Technologie für Erneuerbare Energien sein – bspw. von Solaranlagen. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass Deutschland bereits gut bekannt für seine Technologie für Erneuerbare Energien ist.

 

Insgesamt ist festzustellen, dass sich die Stromversorgungslage in den letzten Jahren mit dem Zustrom von privaten Investoren in manchen Teilen der Subsahara-Länder nicht weiter verschlechtert sogar teils verbessert hat. Das Interesse an einem zunehmenden deutschen Engagement ist bspw. in Angola und Äthiopien festzustellen. Die Initiative „Marshallplan mit Afrika“ macht das Interesse an umweltfreundlichen Energielösungen deutlich. Ein weiteres Beispiel ist die Entwicklung von netzunabhängigen Lösungen für eine Energieversorgung dortzulande. Die Lieferung von Solarcontainern und Photovoltaik-Dachanlagen inklusive der damit verbundenen Ausstattung (bspw. Spannungsleitungen, Geräte) liefern Beispiele dafür. 

 

Allerdings reicht die vorhandene Energiekapazität im Verhältnis zu der rasch ansteigenden Bevölkerung bei weitem nicht aus, um den Energiebedarf der Region vollständig zu decken.

 

Darüber hinaus führt das zunehmende Bevölkerungswachstum zu einer stetig steigenden Nachfrage auch in anderen Wirtschaftsbereichen, wie bspw. im Landwirtschaftssektor (Nahrungsmittelproduktion und -verarbeitung), der Verkehrsinfrastruktur oder der Trinkwasserversorgung. Der steigende Bedarf nach Waren und Dienstleistungen hat dazu geführt, dass Investitionen in der noch überwiegend importabhängigen Region notwendig sind. Das könnte deutschen Unternehmen eine Chance bieten, mit moderner und verlässlicher Technologie zu investieren.

 

Gleichzeitig sind die afrikanischen Konsumenten und Unternehmen allerdings dafür bekannt, günstige Preise auch gegenüber der Qualität vorzuziehen. Die Republik China besitzt daher aufgrund ihrer i.d.R. günstigeren Produkte einen strategischen Vorteil.

 

Deutsche Unternehmen sind im Vergleich zu anderen Ländern, wie China oder Indien, deutlich zurückhaltender, dortzulande zu investieren. Folglich gilt es, die Chancen für unternehmerisches deutsches Engagement zu nutzen. Denn das Interesse an Afrika ist weltweit rasant gestiegen, vor allem ist die Republik China in nahezu allen Branchen und Bereichen maßgeblich tätig geworden. Deutschland sollte seine Geschäftschancen jedoch nicht anderen konkurrierenden Ländern überlassen.

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