BEPS | Verrechnungspreise

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Die Verrechnungspreise für grenzüberschreitende Geschäftsbeziehungen zwischen verbundenen Unternehmen sind unter Beachtung des Fremd­ver­gleichs zu bemessen. Die Missachtung des Fremdvergleichs­grund­satz­es führt bei Aufdeckung durch die Betriebsprüfung zur steuerlichen Korrektur der angesetzten Verrechnungspreise. 
 
Bei der steuerlichen Korrektur werden die tatsächlich vereinbarten Verrechnungs­preise durch die Verrechnungspreise ersetzt, die dem Fremdvergleichsgrundsatz genügen. Ergebnis ist die Erhöhung der steuerlichen Bemessungsgrundlage und mangels korrespondierender Gegenberichtigung der Verrechnungspreise im Aus­land die Doppelbesteuerung von Unternehmensgewinnen.    
 

Elementar für Ihre Verrechnungspreise: der Fremdvergleich

Der Fremdvergleichsgrundsatz ist bei der Verrechnungspreisermittlung aller grenzüberschreitenden Geschäftsbeziehungen zwischen verbundenen Unternehmen zu beachten. Betroffen sind damit nicht nur Warenlieferungen, sondern auch Dienstleistungen, Kostenumlagen, Finanzierungen, die Überlassung von immateriellen Wirtschaftsgütern wie Marken, Patente und Know-how als auch Mitarbeiterentsendungen, etc.
 

Dokumentation für Transparenz

Die Prüfung von grenzüberschreitenden Verrechnungspreisen und der Einhaltung des Fremdvergleichs ist zu einem Kerngebiet steuerlicher Betriebsprüfungen avanciert. Wenngleich die Betriebsprüfung grundsätzlich die Beweislast für die Nichteinhaltung des Fremdvergleichsgrundsatzes trägt, sorgen die umfangreichen Dokumentationspflichten für die erforderliche Transparenz der Verrechnungspreisbildung. 
 
Die Dokumentationsvorschriften sehen einen gesetzlich vorgeschriebenen Mindestinhalt vor, der sich in eine Sachverhaltsdokumentation und eine Angemessenheitsdokumentation aufteilen lässt: 
  • Sachverhaltsdokumentation:

    Im Rahmen der Sachverhaltsdokumentation sind Angaben u.a. zur Beteiligungsstruktur, den Tätigkeiten, zu Geschäftsbeziehungen, Markt- und Wettbewerbsverhältnissen und immateriellen Wirtschaftsgütern zu machen.
     
  • Angemessenheitsdokumentation:

    Die Angemessenheitsdokumentation beinhaltet Informationen über Funktionen und Risiken sowie die angewendeten Verrechnungspreismethoden.
     
Die Verrechnungspreisdokumentation ist der Betriebsprüfung innerhalb von 60 Tagen, im Zusammenhang mit außergewöhnlichen Geschäftsvorfällen innerhalb von 30 Tagen vorzulegen. Wird der Betriebsprüfung keine oder eine nicht verwertbare Dokumentation vorgelegt, besteht eine gesetzliche Vermutung, dass die Gewinne des Steuerpflichtigen höher sind als erklärt, d.h. die Verrechnungspreisbildung den Fremdvergleichsgrundsatz nicht beachtet. Die Betriebsprüfung verfügt in dieser Situation über eine erweiterte Schätzungsbefugnis. Daneben sind zwingend Zuschläge festzusetzen.
 

Verrechnungspreise: global abgestimmt

Da international vergleichbare Regelungen bestehen, sind die grenzüberschreitenden Geschäftsbeziehungen auch aus ausländischer Sicht unter Beachtung des Fremdvergleichsgrundsatzes auszugestalten. Zur Vermeidung von Widersprüchen und Inkonsistenzen sollten die Verrechnungspreisbildung und die Dokumentation grenzüberschreitend abgestimmt werden.
 

Unsere Leistungen

Die Experten von Rödl & Partner können auf eine langjährige Erfahrung bei der Unterstützung von Unternehmen zurückgreifen und begleiten Sie, auch grenzüberschreitend, in folgenden Bereichen:
  

Planung, Gestaltung und Umsetzung

  • Untersuchung des vorhandenen Systems nach Verrechnungspreisrisiken
  • Entwicklung von Verrechnungspreiskonzepten und Methodenwahl
  • Umsetzung von Verrechnungspreissystemen in steuerlicher und rechtlicher Hinsicht
  • Etablierung von gruppenweiten Verrechnungspreisrichtlinien
  • Berücksichtigung angrenzender steuerlicher Aspekte (z.B. Fragen zu Mitarbeiterentsendung, Betriebsstätten oder Zoll)
  • Unterstützung bei (nationalen) Sonderfragen (z.B. business restructuring, nationale Vorschriften gegen BEPS)

 

Dokumentation & Country-by-Country-Reporting »

  • Nationale Dokumentationen
  • Internationale Dokumentationskonzepte (bspw. OECD Masterfile-Konzept)
  • Erstellung, Konvertierung und Analyse von Country-by-Country-Reports
  • Erstellung von Benchmark- und Datenbankstudien
  • Jährliche Financial Updates von Benchmark- und Datenbankstudien
  • Sichere Zusammenarbeit: Eigene Sharepoint-Lösung zur Unterstützung des Erstellungsprozesses mit Betrieb im eigenen Rechenzentrum in Frankfurt a. M., auch mobil über unsere RDoX App erreichbar

 

Betriebsprüfung & Streitbeilegung

  • Identifizierung von Verrechnungspreisrisiken („Stress Tests”)
  • Unterstützung bei in- und ausländischen Betriebsprüfungen
  • Modifikation, Anpassung der Dokumentation sowie Informationsfilter entsprechend Prüferanfragen
  • Vorbereitung von Verrechnungspreisbeauftragten
  • Führen von Rechtsbehelfsverfahren
  • Begleitung von gerichtlichen Auseinandersetzungen
  • Begleitung von Schieds- und Verständigungsverfahren
  • Beratung in APA (Advanced Pricing Agreements)

 

Sonderthemen

  • Funktionsverlagerung
  • Betriebsstätten
  • Personalentsendungen
  • Kostenumlagesysteme
  • Finanzierung
  • Bewertung immaterieller Wirtschaftsgüter
  • Ermittlung von Lizenzen 
  • Ermittlung von Zinssätzen
  • Verrechnungspreis-Due Diligence
  • Aufbau eines operativen Verrechnungspreismanagements
  • Schnelles und einfaches Zusammentragen und Analysieren von Daten - Gemeinschaftliche Implementierung einer laufenden Verrechnungspreis-Risikoanalyse mit unserem BI/Analytics-Team der Rödl IT Consulting
  
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