Rödl & Partner veröffentlicht Herbst-Ergebnisse seines Weltmarktführerindex Deutschland

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  • ​Geschäftsklima bricht ein 
  • USA gewinnen Attraktivität
  • Schlechte Noten für die Wirtschafts- und Finanzpolitik 
     

Nürnberg, 21.11.2019: Laut Erkenntnissen der Herbst-Umfrage 2019 des Rödl & Partner-Weltmarktführerindex Deutschland nähert sich das allgemeine Geschäftsklima in Deutschland frostigen Zeiten: Der aktuelle Indexwert von 48,5 (= schlechter als „akzeptabel“) verdeutlicht im Vergleich zum Frühjahr 2019 (59,2 = nahe „gut“) den drastischen Rückgang. Im Frühjahr 2018 hatte sich der Wert auf 68,5 (= nahe „sehr gut“) belaufen. Auf einer Skala von 0 (“schlechter geht es nicht” bis 100 “besser geht es nicht”) bewerten jetzt nur noch 21,7 % der Unternehmen die Situation als “gut” und besser. Im Frühjahr 2019 hatte der Wert bei 71,4 % gelegen. Zusammen mit der Universität St. Gallen befragte Rödl & Partner die deutschen Weltmarktführer schon zum vierten Mal.

 

Beim Ausblick auf die eigene internationale Geschäftstätigkeit fühlen sich derzeit gerade noch 9,8 % „stark“ oder „sehr stark“ (0 %) aufgestellt (Frühjahr 2018: 64,1 %, davon 11,3 %-Punkte „sehr stark“). Das größte Wachstumspotenzial wird nach wie vor – unangefochten aber dennoch reduziert – mit 55,7 % in Asien gesehen. Spürbar zulegen können dagegen die USA mit aktuell 29,5 % nach 21,9 % im Frühjahr 2019. In Europa sehen nur noch 8,2 % (Frühjahr 2019: 12,5 %) überdurchschnittliches Wachstumspotenzial.

 

Grenzüberschreitende Handelshemmnisse bleiben für deutsche Weltmarktführer unverändert mit 59,1 % (Frühjahr 2019: 59,4 %) spürbar. Im Herbst 2018 hatte der Wert 38,1 % betragen. Parallel zur erhofften Aussicht auf US-Wachstum, sehen die Befragten erneut den konkreten Handel mit den USA als am meisten gestört an. Dahinter folgt wiederum China. Iran belegt erstmals den dritten Platz (Frühjahr 2019: USA, China, Russland).

 

Mit Blick auf die Wirtschafts- und Finanzpolitik der Bundesregierung wird die Bewertung im Vergleich zum Frühjahr 2019 merklich beeinträchtigt: „Befriedigend“ oder besser antworteten noch 42,6 % nach 65,6 %. Im Gegenzug äußerten „Ausreichend“ und schlechter 57,4 % nach 34,4 %. Darunter befanden 26,2 % mit „mangelhaft“ und ungenügend“ (Frühjahr 2019: 12,5 %).

 

Nicht beunruhigend, aber wahrnehmbar

“Mittlerweile sind nicht mehr nur einzelne Branchen von einer abnehmenden Wachstumsdynamik betroffen. Die Weltmarktführer spüren momentan heftigen Gegenwird und erwarten Weichenstellungen aus dem politischen Raum, um dem entgegen zu steuern”, appelliert Prof. Dr. Christian Rödl, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Rödl & Partner.

 

Zum Weltmarktführerindex

Die deutschen Weltmarktführer – ob börsennotiert oder nicht – werden seit Frühjahr 2018 halbjährlich anonym um ihre Einschätzungen zu aktuellen wirtschafts- und finanzpolitischen Themen gebeten.

 

Als Kriterien gelten: Der Stammsitz muss in Deutschland liegen, die Unternehmen müssen auf mindestens 3 von 6 Kontinenten tätig sein, der Jahresumsatz muss mindestens 50 Millionen Euro betragen, der Exportanteil/Auslandsumsatz muss mindestens 50 % des Umsatzes ausmachen und das Unternehmen muss weltweit die Marktposition (im Umsatz) 1 oder 2 im relevanten Marktsegment inne haben. Die ermittelten Weltmarktführer müssen zudem objektiv und transparent überprüfbare Kriterien erfüllen. Rödl & Partner und die Universität St. Gallen fühlen sich diesen strengen Maßstäben verpflichtet.

 

Ziel des Rödl & Partner-Weltmarktführerindex ist es, den Puls der Weltmarktführer zu messen und dadurch frühzeitig auftretende Chancen und Gefahren für den „Motor der deutschen Wirtschaft“ zu erkennen.

 

Der Rödl & Partner-Weltmarktführerindex basiert auf dem Weltmarktführerindex für den DACH-Raum der Universität St. Gallen. Hauptinitiator dieses Indexes war die Würth Group.

  

Die wissenschaftliche Leitung des Projektes liegt bei Prof. Dr. Christoph Müller von der HBM Unternehmerschule, die Teil der Executive School of Management, Technology & Law der Universität St. Gallen ist.

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