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Rödl & Partner veröffentlicht Frühjahrs-Ergebnisse seines Weltmarktführerindex Deutschland

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  • Geschäftsklima auf Jahressicht sogar leicht verbessert
  • Internationaler Ausblick bleibt optimistisch
  • Weltmarktführer empfinden Krieg in der Ukraine als Wendepunkt
  • Anders als BDI: Weltmarktführer gegen höheres Renteneintrittsalter
  • „Wirtschaft wird für verfehlte Finanzpolitik zahlen müssen“

Nürnberg, 12.4.2022: Laut Frühjahrs-Umfrage 2022 zum Rödl & Partner-Weltmarktführerindex Deutschland hat sich das allgemeine Geschäftsklima in Deutschland im letzten halben Jahr nur leicht verschlechtert: Der aktuelle Indexwert – siehe Chart – erreicht 54,7 Punkte (Herbst 2021: 57,8 nach 53,9 im Frühjahr 2021). Damit ist die Bewertung im Jahresvergleich sogar geringfügig gestiegen. Zusammen mit der Universität St.Gallen befragte Rödl & Partner die deutschen Weltmarktführer schon zum neunten Mal. Aktueller Umfrageschluss war der 4. April 2022. Hohe Risiken in der Entwicklung werden aufgrund des Krieges in der Ukraine und u.a. damit im Zusammenhang stehenden Verwerfungen an den Energiemärkten gesehen.

Auf die Frage: „Wie beurteilen Sie den Ausblick auf Ihre Geschäftstätigkeit im internationalen Markt?“ antworteten 18,8 Prozent mit „schwach“ bzw. „sehr schwach“ (Herbst 2021: 17,2 Prozent nach 11,5 Prozent im Frühjahr 2021). Immerhin beschreiben 81,2 Prozent die Perspektive mit „stabil“ und besser (Herbst 2021: 82,8 Prozent nach 88,5 Prozent im Frühjahr 2021). Ergänzt wird: Auch wenn einige Weltmarktführer den Krieg in der Ukraine noch nicht heftig spüren, betrachten sie das sich darstellende Szenario als „Wendepunkt“, der sich negativ abzeichnet.

 

Asien bleibt mit 50 Prozent (Frühjahr 2021: 57,4 Prozent) Spitzenreiter bei den Regionen mit dem größten Wachstumspotenzial. Damit rangiert Asien vor den USA mit 27,4 Prozent (Frühjahr 2021: 19,7 Prozent) und Europa mit 17,7 Prozent (Frühjahr 2021: 13,1 Prozent).

Wann soll es in den Ruhestand gehen?

Unlängst ist die Diskussion um das Renteneinstiegsalter wieder neu entflammt. Muss es angehoben werden? BDI-Präsident Siegfried Russwurm wünscht sich, dass das Thema Anhebung des Einstiegsalters von der Politik wieder zur Sprache gebracht wird. Das sehen die Weltmarktführer anders: Die große Mehrheit (61,9 Prozent) sagt „Nein“, lediglich 38,1 Prozent plädiert für „Ja“. Ausgewählte Stimmen dazu: „Freiwilliges Arbeiten unbegrenzt ohne Abschläge bei der ‚verdienten‘ Rente zulassen.“ Aber auch: „Das Renteneintrittsalter sollte dynamisch an die Lebenserwartung gekoppelt sein, sodass ein gerechter Lastenausgleich zwischen den Generationen gegeben ist.“ Und: „67 ist OK. Zu schaffen macht uns die Option Rente mit 63.“

 

Abschließend erkundigten wir uns nach der Bewertung der Wirtschafts- und Finanzpolitik in Deutschland. Für „befriedigend“ und besser votierten 64,1 Prozent (Herbst 2021: 64,9 Prozent nach 32,8 Prozent im Frühjahr 2021). Davon entfielen 23,4 Prozent auf „gut“ (Herbst 2021: 15,8 Prozent nach 9,8 Prozent im Frühjahr 2021) bzw. 0 Prozent auf „sehr gut“ (Herbst 2021: 3,5 Prozent nach 0 Prozent im Frühjahr 2021).

 
„Ausreichend“ und schlechter meinten 35,9 Prozent (Herbst 2021: 35.1 Prozent nach 67,2 Prozent im Frühjahr 2021). Darunter fielen 18,8 Prozent, die „mangelhaft“ angaben (Herbst 2021: 14 Prozent nach 34,4 Prozent im Frühjahr 2021) bzw. 1,6 Prozent mit „ungenügend“ (Herbst 2021: 0 Prozent nach 6,6 Prozent im Frühjahr 2021).

 

In Schulnoten ausgedrückt, ergab sich wie im Herbst 2021 eine 3,3 (nach 3,7 im Frühjahr 2021). Kommentiert wurde wie folgt: „Die Wirtschaft wird für die verfehlte Finanzpolitik zahlen müssen“, „Der Soli ist noch immer nicht vollständig abgeschafft, Ähnliches gilt für den sog. Mittelstandsbauch", „Alles wird dem Ausbau der Erneuerbaren Energien untergeordnet und dient der Finanzierung der Covid-Subventionen sowie womöglich der Eurobonds für die klammen EU-Staaten.“

 

Taktgeber in unserer Mitte

„Unsere Frühjahrs-Umfrage unter den deutschen Weltmarktführern zeigt erneut, dass sie in keine Schublade passen. Wie wir bleiben sie kritisch und wachsam, kennen ihre Stärken und beschreiten ihren Weg“, erläutert Prof. Dr. Christian Rödl, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Rödl & Partner. Er ergänzt: „Deutlich wird, wie wichtig der asiatische Markt ist. Die robuste Überzeugung, jederzeit Chancen erkennen bzw. nutzen zu können, ist unverkennbar. Das gilt auch in einem Umfeld, in dem die deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik allenfalls mit ‚Befriedigend“ bewertet wird.“

 

Zum Weltmarktführerindex

Die deutschen Weltmarktführer – ob börsennotiert oder nicht – werden seit Frühjahr 2018 halbjährlich anonym um ihre Einschätzungen zu aktuellen wirtschafts- und finanzpolitischen Themen gebeten.

 

Als Kriterien gelten: Der Stammsitz muss in Deutschland liegen, die Unternehmen müssen auf mindestens 3 von 6 Kontinenten tätig sein, der Jahresumsatz muss mindestens 50 Millionen Euro betragen, der Exportanteil/Auslandsumsatz muss mindestens 50 Prozent des Umsatzes ausmachen und das Unternehmen muss weltweit die Marktposition (im Umsatz) 1 oder 2 im relevanten Marktsegment inne haben. Die ermittelten Weltmarktführer müssen zudem objektiv und transparent überprüfbare Kriterien erfüllen. Rödl & Partner und die Universität St.Gallen fühlen sich diesen strengen Maßstäben verpflichtet.

 

Ziel des Rödl & Partner-Weltmarktführerindex ist es, den Puls der Weltmarktführer zu messen und dadurch frühzeitig auftretende Chancen und Gefahren für den „Motor der deutschen Wirtschaft“ zu erkennen.

 

Der Rödl & Partner-Weltmarktführerindex basiert auf dem Weltmarktführerindex für den DACH-Raum der Universität St.Gallen. Hauptinitiator dieses Indexes war die Würth Group.

 

Die wissenschaftliche Leitung des Projektes liegt bei Prof. Dr. Christoph Müller von der HBM Unternehmerschule, die Teil der Executive School of Management, Technology & Law der Universität St.Gallen ist.
 

 

 

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