Brasilien: Gesellschafterdarlehen im Sperrfeuer des Währungskriegs

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Durch das Dekret 7.751 hat die brasilianische Regierung am 14. Juni 2012 die Finanztransaktionssteuer IOF abermals geändert. Der Finanztransaktionssteuer IOF unterliegen mit einem Satz von 6 Prozent unter anderem Zahlungsmittelzuflüsse von Gesellschaftern brasilianischer Unternehmen, sofern diese nur für eine kurze Frist gewährt werden. Die Gewährung langfristiger Gesellschafterdarlehen wird derzeit nicht besteuert. Der Änderungsrhythmus dieser für ausländische Investoren bedeutenden Vorschrift ist bemerkenswert. Alleine im Jahr 2012 gab es bisher drei Änderungen:
 
Bis zum 29. Februar 2012: 720 Tage/zwei Jahre
Zwischen dem 1. und dem 11. März 2012: 1.080 Tage/drei Jahre
Zwischen dem 12. März und dem 13. Juni 2012: 1.800 Tage/fünf Jahre
Seit dem 14. Juni 2012: Laufzeiten bis zu 720 Tagen/ zwei Jahre
 
Verlässliche Rahmenbedingungen sehen anders aus. Dem Bestreben der brasilianischen Regierung, sich gegen die als Bedrohung wahrgenommene Aufwertung des Real zur Wehr zu setzen, wird vieles andere untergeordnet. Dabei nimmt man billigend in Kauf, dass langfristig orientierte Investoren, die in Brasilien Arbeitsplätze schaffen, genauso behandelt werden wie rein finanziell orientierte Anleger/Spekulanten. Es empfiehlt sich daher, vor der Abfassung von Gesellschafterdarlehen die aktuelle IOF-konforme Mindestlaufzeit zu erfragen.

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Philipp Klose-Morero

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