Wirtschaftsforum Russland „Brücken bauen in schwierigen Zeiten“

veröffentlicht am 7. März 2019 | Lesedauer: ca. 2 Minuten

 
Deutschland behauptete auch 2018 seinen Platz als einer der wichtigsten Handelspartner Russlands. Rund 5.000 deutsche Unternehmen sind in Russland aktiv, darunter auch zahlreiche kleine Unternehmen und vor allem der deutsche Mittelstand. Die Zahlen können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen in den letzten Jahren getrübt waren.

 

 

Sanktionen

Ein Thema, um das deutsche Unternehmen kaum herumkommen, sind die gegenseitigen Sanktionen, die in den letzten Jahren zu Änderungen in der russischen Gesetzgebung und im Verhältnis zu ausländischen Investitionen geführt haben. Unter die sektoralen Wirtschaftssanktionen der EU fallen die Finanz- und Rüstungsindustrie sowie die Einfuhr von Explorationstechnik für den Energiesektor und Gütern mit doppeltem Verwendungszweck (sogenanntem „Dual-Use”) nach Russland. Ende 2018 hat der Europäische Rat die Sanktionen bis 31. Juli 2019 verlängert. Als Gegensanktion verbietet Russland die Einfuhr von Landwirtschaftsprodukten aus der EU, zuletzt wurde das Importverbot verlängert bis Ende 2019. Hinzu kommen die Sanktionen der USA, welche zu großen Unsicherheiten bei deutschen Unternehmen führen, insbesondere bei solchen Unternehmen, die auf dem amerikanischen und russischen Markt agieren.
 

Importsubstitution und Lokalisierung

Im Weiteren wurde von Russland ein Programm zur Importsubstitution aufgelegt. Mit Lokalisierungs­anforderungen für ausgewählte Produktgruppen versucht die russische Regierung, nicht nur die im Ausland produzierten Güter, sondern ganze Produktionsanlagen nach Russland zu bringen und die lokale Wertschöpfung zu erhöhen. Außerdem müssen ausländische Unternehmen, um an staatlichen Ausschreibungen teilnehmen zu können, häufig den Status „Made in Russia” für ihre Produkte nachweisen. Die Lokalisierung kann neue Chancen für deutsche Unternehmen eröffnen, bedarf aber einer genauen Risikoanalyse und Beratung zur lokalen Gesetzgebung. Die Rekrutierung von russischem Fachpersonal, die Suche nach geeigneten Zulieferern, der Aufbau einer effizienten Logistik in einem Land mit 11 Zeitzonen und der nicht immer stabile Rubelkurs stellen Herausforderungen dar.
 

Wirtschaftsforum Russland

Wie können Unternehmen in Russland auch in diesen schwierigen Zeiten erfolgreich sein? Wie unternehmerfreundlich ist die aktuelle russische Wirtschaftspolitik? Wie werden Risiken erkannt und abgesichert? Welche praktischen Erfahrungen haben deutsche Unternehmen in Russland gemacht?
 
Diesen und weiteren Themen widmet sich das Wirtschaftsforum Russland „Brücken bauen in schwierigen Zeiten” am 3. April 2019 in München.
 
 

 Dr. Andreas Knaul referiert auch beim Forum Going Global

Gemeinsam mit Helge Masannek und Marina Yankovskaya beleuchtet er das Thema „Anreize und Erfolgsstrategien für Investitionen in Russland”.
 
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