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Steuerrecht Indien – Income Tax Cross-Border

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Das indische Steuerrecht (Income Tax) ist für deutsche Unternehmen ungewohnt und risikobehaftet. Dies gilt zum einen für den Investor. Indische Gesellschaften (Private Limited Companies) unterliegen einer recht hohen Ertragsteuerlast von ca. 34%. Ausgeschüttete Dividenden werden zusätzlich mit ca. 20% besteuert (Dividend Distribution Tax). Eine Anrechnung dieser Steuer ist in Deutschland nicht möglich. Zur Reduzierung der Steuerlast kann die Gründung einer Personengesellschaft indischen Rechts mit beschränkter Haftung in Betracht kommen (Limited Liability Partnership / LLP). Bei Ihr fällt entfällt die Dividendensteuer. Doch untersagt das indische Devisenkontrollrecht der LLP die Aufnahme von Fremdkapitalfinanzierung aus dem Ausland. Damit stößt sie an ihre Grenzen. Im Focus der indischen Betriebsprüfung steht das Thema Verrechnungspreise. Ausländische investierte Unternehmen unterliegen dem Generalverdacht der Gewinnverlagerung ins vergleichsweise niedrig besteuernde Ausland. Entsprechend hoch sind die Dokumentationspflichten und entsprechend hoch ist die Prüfungsdichte.
 
Vergütungen für grenzüberschreitender Dienstleistungen, Lizenzgebühren und Zinsen unterliegen in Indien der Quellensteuer. Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Indien gewährt Indien ein Besteuerungsrecht in Höhe von maximal 10% bemessen auf die Einnahme (ohne Abzug von Aufwand). Die Anrechnung der so in Indien anfallenden Quellensteuer ist nach deutschem Recht allerdings nur beschränkt möglich, so dass steuerliche Kosten entstehen. Aus der Erzielung steuerpflichtiger Einkünfte folgt die Pflicht zur Steuerregistrierung in Indien (Permanent Account Number / PAN) und die Abgabe von Steuererklärungen. Dies gilt nach aktueller Rechtslage auch dann, wenn die Steuern bereits im Wege der Quellensteuer abgegolten sind.
 
Die Besteuerung ändert sich grundlegend, sobald das deutsche Unternehmen eine steuerliche Betriebsstätte (Permanent Establishment) in Indien auslöst, beispielsweise über Montagen vor Ort. Der Betriebsstättengewinn unterliegt einer Income Tax in Höhe von über 40%. Auch die Deklarationspflichten nehmen drastisch zu (Betriebsstättenbuchführung / Tax Audit / Verrechnungspreisdokumentation etc.) und die eingesetzten Mitarbeiter werden ab Tag 1 ihrer Tätigkeit in Indien steuerpflichtig (keine Geltung der 183-Tage-Grenze).
 
Über Grundsätze und Problemfelder des indischen Steuerrechts (Income Tax) gibt Rödl & Partner eine Übersicht.

Inhalt:

1. Grundsätzliches
2. Verrechnungspreise
3. Quellensteuer
4. Betriebsstätten
5. Expat-Besteuerung

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Die Übersicht entspricht dem Stand des Finanzjahres 2015-16. Ein Update zum Finanzjahr 2016-17 erfolgt nach Inkrafttreten des aktuellen indischen Jahressteuergesetzes (Budget).



 

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