Ukraine: Aktuelle Lage für internationale Investitionen mit Blick auf den Russland-Konflikt

veröffentlicht am 10. Dezember 2018 / Lesedauer: ca. 2 Minuten
 
Die Ukraine befindet sich seit 2016 im Aufschwung. Die Wirtschaft wächst jährlich zwischen 2,2 und 3 Prozent. Weiterhin ist eine Zunahme an internationalen Investitionen zu verzeichnen. Investoren fangen gerade an, wieder Vertrauen in die Ukraine als Wirt­schafts­standort zu gewinnen. Nicht zu vergessen sind die Vorteile, die der Standort bietet: günstige, gut ausgebildete Fachkräfte, eine gute Infrastruktur, große Konsumentenzahl (ca. 42 Mio. Einwohner) und v.a. die Nähe zur EU.
 

 
Die positiven Nachrichten aus der Wirtschaft wurden letzte Woche durch die Ereignisse am Azo­wisch­en Meer getrübt. Die ukrainische Regierung hat in 10 Oblasten ein Kriegsrecht eingeführt. Betroffen sind die in den Grenzregionen (Winnicki, Luganski, Donezki, Nikolaievski, Odesski, Sumski, Char­kovski, Chernigivski, Chersonski, Zaporoski). Auch das Innengewässer des Azowischen Meers ist eingeschlossen. Das Kriegsrecht soll 30 Tage dauern, d.h. bis 26. Dezember 2018 (nicht wie üblich 60 Tage). Mit der Einführung des Kriegs­rechts für lediglich 30 Tage wollte Präsident Poroschenko versichern, dass die für den 31. März 2019 geplanten Präsidentschaftswahlen nicht verschoben werden sollen.
 
In dieser Situation sind viele ausländische Investoren aufgrund negativer Schlagzeilen verunsichert. Die ukrainische Regierung betont jedoch, dass die Einführung des Kriegsrechts keine Auswirkungen auf aus­ländische Investitionen haben wird. Das Kriegsrecht dient nach Aussagen der ukrainischen Führung allein der Erhöhung der Verteidigungsbereitschaft der Ukraine.
 
Kanzlerin Angela Merkel hat bei dem 3. Deutsch-Ukrainischen Wirtschaftsforum am 29. November 2018 in Berlin betont, dass es keine militärische Lösung des Konflikts geben wird und appellierte an die ukrainische Regierung, Ruhe und Vernunft zu wahren. 
 
Im Moment gibt es für ausländische Investoren keinen Grund zur Verunsicherung. Die Lage in der Ukraine ist stabil; weitere Eskalationsvorfälle am Azowischen Meer sind nicht zu erwarten. Zudem ist es nicht nötig, Reisebeschränkungen für Mitarbeiter auszusprechen oder Investitionen in der Ukraine zu beschränken.
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