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Webinar: Dekarbonisierte Fernwärmeversorgung durch Nutzung von gereinigtem Abwasser aus Kläranlagen

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Am 27. April fand sich das Netzwerk Wärmewende zum zweiten Mal in 2021 zusammen. Das Thema dieses Mal war die Nutzung von gereinigtem Abwasser aus Kläranlagen und als Gastreferent konnten die Teilnehmer Herrn Dr. Georg Klene begrüßen. Er ist als Bereichsleiter Energiedienstleistungen bei den Stadtwerken Lemgo tätig und Vizepräsident des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung e.V. sowie Leiter des Arbeitskreises Brennstoffzellen BHKW (ASUE).

 

Die 42.000 Einwohner große Hansestadt am östlichen Rand Nordrhein-Westfalens, die momentan noch über 90 Prozent ihrer Fernwärme aus Kraft Wärme Kopplung bereitstellt, verfolgt ambitionierte Ziele, um ihre „Fernwärmenetze grün zu machen”, so Bernd Weber, Bereichsleiter Strom und Wärme im zugeschalteten Video. Diese „Transformation von fossiler Wärme in erneuerbare Fernwärme” wurde durch die Nutzung von gereinigtem Abwasser aus Kläranlagen sowie einer innovativen KWK Anlage veranschaulicht.

 

Die Nutzung von gereinigtem Abwasser aus Kläranlagen, die mittlerweile rund 12 Prozent der Fernwärme Lemgos erzeugt, wird aus gefiltertem Klärwasser gewonnen, deren Temperatur im Jahresdurchschnitt 13 Grad Celsius beträgt. Nach einer Mittel- sowie Hochdruck-Wärmepumpe (COP 2,85) wird das Klärwasser auf 82 Grad hochtemperiert. Zusammen mit der Abwärme eines Klärgas-BHKWs wird anschließend die geforderten 90 Grad Vorlauftemperatur erzielt. Insgesamt können auf diese Weise 18 MWh erneuerbare Wärme aus der Abwasserquelle jährlich in Fernwärmenetz eingespeist werden. Das Zusammenspiel von BHKW und Abwasserwärmepumpe zeigt seit der Inbetriebnahme vielversprechende Ergebnisse.

 

Im Jahr 2022 soll die zweite Phase folgen: Geplant ist eine weitere Steigerung des EE-Anteils der Fernwärme um 4 Prozent. Ein BHKW mit einer thermischen und elektrischen Leistung von knapp 2 MW wird gemeinsam mit einer 900 kW Flusswärmepumpe sowie einer solarthermischen Anlage (20.000 m2 Fläche und Jahresertrag rund 3.300 MWh) betrieben. In Summe können so in Lemgo ab 2022 ca. 24 Prozent des Wärmebedarfs erneuerbar erzeugt werden.

 

Die Teilnehmenden waren sehr angetan vom Vortrag mit virtueller Besichtigung der Anlagen der Stadtwerke Lemgo. Zu den technischen Details und Fragen hat Herr Dr. Klene angeboten im Nachgang mit den Interessenten in Austausch zu treten. Gerade im Bereich der iKWK sieht auch Hr. Dr. Klene einen wirtschaftlichen Anreiz, der im Zuge der verfügbaren Fördermittel und Ausschreibungen genutzt werden kann, um die Dekarbonisierung auch finanziell interessant voranzutreiben. Im Namen des Netzwerks Wärmewende bedanken wir uns bei den Stadtwerken Lemgo sowie Herrn Dr. Klene für die praxisnahen Einblicke. Hier finden Sie die Präsentation von Herrn Dr. Klene.

 

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