2024 – Innovation trifft auf Verantwortung

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veröffentlicht am 6. Dezember 2023 | Lesedauer ca. 5 Minuten


Die deutsche Wirtschaft ist mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Äußere Einflüsse, wie geopolitische Krisen, Umweltkatastrophen oder der Wandel gesellschaftlicher Strukturen nehmen zu und haben Einfluss auf die Ausrichtung und den Erfolg deutscher Unternehmen. Eine akut spürbare Konsequenz ist der weltweite Mangel an Fachkräften. Technologische Werkzeuge können helfen, besser und schnel­ler auf diese Einflüsse zu reagieren. Der sinnvolle und zielgerichtete Einsatz neuer Technologien wird eine der Herausforderungen für Unternehmen im Jahr 2024.



Es ist Ende 2023 und der Krieg gegen die Ukraine geht unerbittlich weiter. Die Eskalationen im Nahen Osten stürzen die Welt von einer in die nächste Krise. Doch es gibt auch positive Signale: Die Energiekrise scheint managebar, die zunehmende Inflation ist abgeflacht und die Unternehmen zeigen zumeist stabile Entwick­lun­gen.

Die weitere Digitalisierung bleibt nach wie vor ein Schlüsselthema für die deutsche Wirtschaft. KI ist mit den Erfolgsmodellen Chat GPT und Bard in aller Munde und eine der Aufgaben für 2024 wird die Validierung sinn­voller Use Cases im wirtschaftlichen Umfeld für diese Technologiebausteine sein. Auch wir, die Unternehmens- und IT-Beratung von Rödl & Partner, werden durch neue Entwicklungen im Umfeld SAP, Microsoft Dynamics und Managed IT Services neue Werkzeuge bedacht einsetzen, um an Effizienz zu gewinnen und bevor­stehen­den Herausforderungen einen Schritt voraus zu sein.


SAP und die Extended Version vs. Fachkräftemangel – Herausforderungen meistern, wenn die Grundlagen stimmen

Es gibt viele erfolgsversprechende Ansätze und die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt. Auch die unter­neh­mens­­eigenen ERP-Systeme können durch den Einsatz digitaler Werkzeuge profitieren, dazu müssen sie aber auf aktuellem Stand sein.

Das betrifft u.a. Unternehmen, die bereits auf einem ERP-System vom deutschen Softwareanbieter SAP arbei­ten (SAP ECC oder SAP R/3) oder vorhaben, von einem Konkurrenzprodukt auf die neueste Version von SAP zu migrieren: SAP S/4HANA. Bereits 2015 stellte das deutsche Softwareunternehmen seine neueste Version vor. Gleichzeitig wurde mit 2027 bzw. 2030 in der Extended Version das Wartungsende der älteren Produkt­ver­sio­nen angekündigt. Wer die Komplexität von Migrationsprojekten kennt, weiß, dass 2027 sehr nahe ist.  Doch noch immer haben sich viele Unternehmen nicht ausreichend mit dem Umstieg beschäftigt.

Der Trend, dass die Verfügbarkeit von Experten, die bei der Umstellung oder Neueinführung helfen können, stark abnimmt, hat sich weiter verschärft. Dieser Zustand wird sich 2024 weiter zuspitzen. Der hohen Nach­frage am Markt steht der Fachkräftemangel gegenüber, was sich im Preisniveau der Projekte niederschlagen wird. Geplante Vorhaben, bei denen Projekte bereits budgetiert und startbereit waren, mussten aufgrund feh­lender Kapazitäten verschoben werden. Diese Verschiebungen werden sich voraussichtlich auch im Jahr 2024 weiter häufen, ähnlich wie es bereits im Jahr 2023 der Fall war.

Die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Migration ist eine valide Datenbasis, u. a. in ERP-Systemen. Der End-of-Lifecycle für den Support für SAP ECC ist datiert, die Ressourcen und Kapazitäten deutscher SAP-Partner für die Umstellung sind jedoch begrenzt – zwei wichtige Faktoren, die Unternehmen 2024 für ihre IT-Strategie der nächsten fünf Jahre berücksichtigen müssen. Die Zeit zum Handeln ist gekommen.

Auch heute noch werden erfolgreiche Projekte in der Einhaltung von Zeit und Budget gemessen. Ein Mittel, um von Beginn an Transparenz zu erreichen und jederzeit Kosten und Fortschritt des Projekts im Blick zu haben, ist der Einsatz unabhängiger IT-Prüfer. So kann sichergestellt werden, dass die strategischen Projektziele wie Effizienzsteigerung, Rückkehr zum Standard sowie die Optimierung von Prozessen und Arbeitsabläufen, immer im Blick bleiben und nicht wie in vielen Projekten mit der Zeit immer mehr verwässern. Die Umstellung des ERP-Systems auf eine neue Technologie ist eine große Chance für die Unternehmen, sich zu optimieren und eine Basis für die zukünftige Digitalisierungsstrategie zu legen. Genau hier gibt es nach wie vor großen Nach­hol­bedarf in Deutschland.


KI, ESG und Microsoft Dynamics 365

Auch im Bereich Dynamics 365 erwarten uns 2024 neue Technologien und dynamische Entwicklungen. Die anstehenden Trends in Künstlicher Intelligenz (KI) und Nachhaltigkeit versprechen nicht nur Fortschritt, son­dern auch anspruchsvolle Herausforderungen.

In der Unternehmenswelt wird KI nicht mehr nur als unterstützende Technologie betrachtet, sondern auch als ein wesentlicher Bestandteil für Effizienz und Erfolg. Der Microsoft Dynamics 365 CoPilot revolutioniert dabei die Benutzerfreundlichkeit von Dynamics 365, indem er KI in die Benutzeroberfläche integriert und kontext­bezogene Vorschläge für eine gesteigerte Effizienz bietet. Er optimiert Geschäftsprozesse in Vertrieb, Kunden­service, Marketing und Supply Chain Management durch Automatisierung von zeitraubenden Aufgaben. Ein weiterer deutlicher Mehrwert entsteht durch proaktive Warnungen vor externen Einflüssen, um beispielsweise mögliche Unterbrechungen in der Supply Chain frühzeitig zu verhindern.

Die Integration von KI in Dynamics 365 ermöglicht so ein nachhaltiges Demand Planning, präzisere Liefer­ketten­­planung und flexible Reaktionen auf Marktveränderungen. Die intelligente Automatisierung optimiert den gesamten Planungsprozess und schafft Raum für strategische Entscheidungen.

Aspekte des Environmental, Social and Governance (ESG) gewinnen dabei an Bedeutung, auch in Microsoft Dynamics 365. Die Kombination von ESG-Prinzipien mit effizientem Demand Planning und die Nutzung umfas­sender Datenanalyse- und Reportingfunktionen, schaffen ökologische und soziale Mehrwerte.

Eine erfolgreiche KI-Einführung erfordert einen strategischen Ansatz, proaktives Change-Management und klare Digitalisierungsstrategien. Ein gründliches “KI-Readiness-Assessment" hilft, Lücken zu identifizieren und gezielte Maßnahmen einzuleiten, um die Herausforderungen der Einführung zu bewältigen. Die Sicherheit von IT-Systemen ist dabei das Fundament für eine gelungene KI-Integration. Technische Maßnahmen, Mitarbei­ten­den­schulungen und eine kontinuierliche Überwachung sind unabdingbar und nur eine ganzheitliche Heran­ge­hens­weise minimiert potenzielle Risiken.


Digitale Transformation – Die Cloud mit all ihren Möglichkeiten

Die steigende Digitalisierung und Weiterentwicklung digitaler Werkzeuge birgt auch Schattenseiten. Themen wie IT-Sicherheit und Cloud Management sind wichtiger denn je und gewinnen täglich an Bedeutung.

Doch die unternehmerischen Standpunkte im Bereich des Marktes Managed IT & Cloud Service variieren er­heblich in Bezug auf die Ausrichtung und Architektur von Plattformen sowie Cloud-Strategien. Die Beur­teil­ung von Risikokriterien, Abhängigkeitsverhältnissen, Datensicherheit, Datenschutz, Vergleichbarkeit und Kosten für Public, Private Cloud und On-Premise-Betrieb differiert erheblich je nach Unternehmen, Branche und dem Willen zur detaillierten Analyse gemäß den genannten Kriterien.

Der Weg der Unternehmen in die Cloud ist nicht nur mit der Entscheidung selbst abgeschlossen. Vielmehr müssen die standardisierten Lösungen der Cloud mit den individuellen On-Premise-Lösungen zu einem Ge­samt­konzept harmonisiert sowie Schnittstellen und unterschiedliche Technologien weiterhin gemanagt wer­den. Die Verschlankung interner IT-Abteilungen in mittelständischen Unternehmen, gepaart mit der Kom­ple­xität der Cloud, führt dazu, dass intern oft sowohl Kapazitäten als auch Know-how fehlen, um die Komplexität hybrider Systemlandschaften vollständig beherrschen zu können. Unternehmen stehen zuneh­mend vor der Heraus­for­derung, die digitale Transformation eigenständig zu bewältigen, was ohne einen verlässlichen und speziali­sier­ten Partner an ihrer Seite immer schwieriger wird.

„Enterprise IT Services über alle IT-Welten, allumfassend und passend aus einer Hand“ ist oftmals der Wunsch in schmal aufgestellten IT-Organisationen. Die Verlagerung von wichtigen Teilbereichen in „vertraute“ Hände wäre dabei ein erster Schritt für bisher komplett auf On-Premise ausgerichtete IT-Strategien.  

Es braucht die Vereinigung, Kombination, Verbindung und Ergänzung der IT-Welten. Sozusagen eine Dreh­schei­be für den mittelständischen Markt, da die IT von morgen nicht mehr nur von einem Betriebsmodell be­stimmt wird. Es erfordert die Nutzung unterschiedlicher Stufen der Leistungserbringung für ein effektives Gesamt­kon­zept.

Aus der Kombination von „Fließband- und Werkstattfertigung“ in der IT über alle unterschiedlichen Betriebs­modelle hinweg, wird ein hochstabiler und flexibler Betrieb gewährleistet. Dadurch wird das immer komplexer werdende IT-Modell abstrahiert und über den Trusted-Advisor-Ansatz im Service Management in eine gesamt­heitliche IT-Roadmap integriert.

Um eine ganzheitliche Cloudnutzung zu gewährleisten, bedarf es intelligenter Lösungen, die als sinnvolle Ergänzung zu bestehenden Standard-Cloud-Lösungen fungieren. Dies könnte als eine Art Ergänzungs-Cloud verstanden werden, die sowohl mit Public Clouds als auch mit kundeneigenen On-Premise-Betriebssystemen kompatibel ist.


Fazit: 2024 wird herausfordernd

Insgesamt zeigt sich, dass Unternehmen 2024 vor der Aufgabe stehen, Innovationen strategisch und verant­wortungsbewusst zu nutzen, um den vielfältigen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen. Technologische Entwicklungen eröffnen vielfältige, teilweise auch neue Perspektiven für effizientere und zuverlässigere Arbeits- und Steuerungsmöglichkeiten. Für die gesamte Welt der IT verspricht das Jahr 2024 aufregende Fort­schritte durch innovative Ansätze, digitale Werkzeuge und den vermehrten Einsatz Künstlicher Intelligenz. Die verstärkte Ausrichtung auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte betont, dass Technologie nicht nur Fort­schritt, sondern auch Verantwortung bedeutet. Bei Rödl & Partner sind die Weichen für eine Ära der Innovation und Nachhaltigkeit gestellt.

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