Erfolgreich investieren in Aserbaidschan

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zuletzt aktualisiert am 27. Mai 2020 | Lesedauer ca. 2 Minuten

 

 

 

Wie schätzen Sie die derzeitige wirtschaftliche Lage in Aserbaidschan ein?

Aserbaidschan verfügt über sehr große Öl- und Erdgasvorkommen, die sich unterhalb des Kaspischen Meeres befinden. Aus diesen Gründen ist die wirtschaftliche Lage in Aserbaidschan sehr stark von der Entwicklung des Ölpreises abhängig. 2018 war ein Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent zu verzeichnen.

2019 wuchs die Wirtschaft um 2,2 Prozent und für 2020 wurde ein Wachstum von 2,4 Prozent erwartet. Positiv zu bewerten ist, dass 2019 v.a. der Nichtölsektor dazu beigetragen hat.

Wie würden Sie das Investitionsklima in Aserbaidschan beschreiben? Welche Branchen bergen großes Potenzial?

Das Investitionsklima im Land ist gut. Im internationalen Ranking „Doing Business 2020” belegt Aserbaidschan Platz 34 von 190 Ländern, die auf ihre Wirtschaftsfreundlichkeit untersucht werden. Eine besonders positive Bewertung hat Aserbaidschan in den Kategorien Unternehmensgründung und Krediterhalt bekommen.

Die Wirtschaft Aserbaidschans ist bekanntlich auf die Öl- und Gasförderung sowie die Weiterverarbeitung dieser Rohstoffe ausgerichtet. Dennoch hat sich die Regierung Aserbaidschans für die nächsten Jahre die Diversifikation der Wirtschaft vorgenommen. Es sollen v.a. die Nicht-Energiesektoren entwickelt und die Infrastruktur ausgebaut werden.

Die aserbaidschanische Regierung will zudem v.a. verstärkten Fokus auf die Entwicklung folgender Branchen legen:
  • Landwirtschaft;
  • Logistik;
  • Tourismus;
  • Umwelttechnik;
  • IT-Branche;
  • E-Commerce.

Alle diese Brachen bieten sehr gute Investitionsmöglichkeiten und bergen großes Potenzial für ausländische Investoren.

Welchen Herausforderungen steht ein deutscher Unternehmer beim Engagement in Aserbaidschan gegenüber?

Ausländische Investoren beklagen am meisten die immer noch herrschende Monopolwirtschaft, die herrschen­de Bürokratie in den Ämtern und den weiterhin relativ hohen Grad an Korruption, die die normalen Geschäft­sabläufe beeinträchtigt. Dennoch verbessert sich die Situation auch in den Bereichen – aber leider nicht so schnell wie es wünschenswert wäre.

Für Deutschland ist Aserbaidschan der wichtigste Wirtschaftspartner im Kaukasus. Welche Bedeutung hat Deutschland für Aserbaidschan?

Deutschland ist für Aserbaidschan einer der wichtigsten Handelspartner. Deutschland exportiert nach Aser­baidschan insbesondere Maschinen, Kraftfahrzeuge, Kfz Teile sowie chemische Erzeugnisse. Aserbaidschan exportiert v.a. Erdöl. 2019 sind die deutschen Exporte nach Aserbaidschan um 1,4 Prozent gestiegen. Das Umsatzvolumen betrug 440 Mio. Euro.

Der Import von Erdöl ist 2019 um 6,5 Prozent gesunken und betrug 1,3 Mrd. Euro.

Wie wird sich aus Ihrer Sicht Aserbaidschan weiterentwickeln?

Angesichts der niedrigen Öl- und Gaspreise sowie der Corona-Pandemie und dem damit zusammenhängenden Lockdown ist es sehr schwer, verbindliche Aussagen zu treffen, wie sich Aserbaidschan 2020 weiter entwickeln wird.

Langfristig aber wird Aserbaidschan ein interessanter Standort mit sehr vielen Ressourcen, guter Infrastruktur und einer wichtigen geopolitischen Lage bleiben.

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