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Erfolgreich investieren in Rumänien

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zuletzt aktualisiert am 27. Mai 2020 | Lesedauer ca. 2 Minuten


 

 

​​Wie schätzen Sie die derzeitige wirtschaftliche Lage in Rumänien ein?

Rumänien ist mit 19 Mio. Einwohnern der größte und wichtigste Partner für Handel und Investitionen in der Region Südosteuropa. Die rumänische Wirtschaft wuchs in den letzten Jahren kontinuierlich und hatte eine der größten Wachstumsraten in Europa. Das starke Wachstum hat sich 2018 und 2019 abgeschwächt – 2019 wuchs die rumänische Wirtschaft um 4,1 Prozent.

Die Bruttoanlageinvestitionen in Rumänien wuchsen 2019 um 8 Prozent, was sehr positiv zu bewerten ist. Ebenso expandierte in dem Jahr der Konsumgütermarkt des Landes. Der Privatkonsum nimmt seit Jahren kontinuierlich zu, was immer sehr große Chancen für die Investoren bedeutet hatte. Zudem sank 2019 die Arbeitslosenquote weiter und betrug 3,9 Prozent.

2019 wuchsen die Importe um 5,1 Prozent und die Exporte um 2 Prozent. Zu den wichtigsten Importprodukten zählten: Maschinenbauerzeugnisse und Fahrzeuge sowie bearbeitete Waren. Deutschland blieb mit knapp 17 Mrd. Euro bei den Lieferungen wichtigster Handelspartner Rumäniens.

Hauptgründe für die gute Konjunktur in den letzten Jahren waren Steuersenkungen, hohe Direktinvestitionen von ausländischen Firmen und ein allgemein guter wirtschaftlicher Trend (v.a. IT, Outsourcing, Kommunikation, Einzelhandel und die Automotive-Branche).

Wie würden Sie das Investitionsklima in Rumänien beschreiben? Welche Branchen bergen großes Potenzial?

Das allgemeine Investitionsklima in Rumänien – als EU-Mitgliedstaat und wichtiger Partner in der NATO – verbesserte sich in den letzten Jahren kontinuierlich. Die ausländischen Investoren in Rumänien profitieren immer noch von günstigen Arbeitskräften und Produktionskosten sowie von einem attraktiven Steuerniveau.

2019 haben zum Wachstum v.a. folgende Sektoren beigetragen:
  • Dienstleistungen (3,3 Prozentpunkte),
  • Baubranche 16,6 Prozent Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr,
  • Industrie, insbesondere Autozulieferer-Industrie (22,6 Prozent des BIP) sowie die
  • Landwirtschaft (5,0 Prozent des BIP).

Diese Branchen bergen für ausländischen Investoren sehr gute Investitionsmöglichkeiten und weisen gutes Wachstumspotenzial auf.

Welchen Herausforderungen steht ein deutscher Unternehmer beim Engagement in Rumänien gegenüber?

Neben den Unzulänglichkeiten in der Infrastruktur in Rumänien sind das v.a. die vielen und plötzlichen Gesetz­esänderungen, die deutsche Unternehmen vor große Herausforderungen stellen. Die Verwaltungs­strukturen werden nicht oder nur sehr langsam modernisiert bzw. digitalisiert. Die politische Führung wechselt zudem oft, was die Kontinuität und Verwirklichung sehr vieler Projekte, z.B. in der Infrastruktur, unmöglich macht.

Welche Bedeutung hat Deutschland für Rumänien?

Deutschland ist für Rumänien der wichtigste Handelspartner. In der ersten Jahreshälfte 2019 kamen die meisten Importe aus Deutschland – sie lagen bei 8,6 Mrd. Euro, das waren somit 2,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Ausfuhren beliefen sich auf 8,1 Mrd. Euro, d.h. um 3,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Insg. betrug das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Rumänien 16,7 Mrd. Euro. Zu den wichtigsten Produkten zählen Maschinen und elektronische Ausrüstungen, Fahrzeuge sowie Metallprodukte.

7.500 Unternehmen mit deutschem Stammkapital sind zurzeit in Rumänien tätig, d.h. über 10 Prozent der ausländischen Unternehmen in Rumänien sind deutsch bzw. haben eine deutsche Kapitalbeteiligung. Sie beschäftigen über 220.000 Arbeitskräfte und erwirtschaften einen Umsatz von über 27 Mrd. Euro (laut Angaben der deutsch-rumänischen IHK).

Wie wird sich aus Ihrer Sicht Rumänien weiterentwickeln?

Die Wirtschaft des Landes legte in den letzten Jahren stetig zu, wobei sich das schnelle Wachstum in den letzten zwei Jahren ein wenig abgeschwächt hat und auf dem Niveau von 4 Prozent geblieben ist. Für 2020 und 2021 wurde vor dem Ausbruch von Covid-19 ein geringeres Wachstum erwartet, wobei es aber deutlich über 3 Prozent pro Jahr liegen sollte. Auch Auslandsinvestitionen sollten nach Schätzungen in den Jahren2020 und 2021 zulegen.

Angesichts des weltweiten Ausbruchs von Covid-19 und der damit verbundenen schwächeren globalen Konjunktur, wird sehr wahrscheinlich auch die rumänische Wirtschaft abschwächen. Die Regierung hat bereits wirtschaftliche und steuerliche Maßnahmen zur Unterstützung der Unternehmen getroffen. In welchem Ausmaß die Regierungsmaßnahmen effizient sein werden, ist aktuell eher schwer voraussehbar.

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