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Erfolgreich investieren in der Türkei

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zuletzt aktualisiert am 27. Mai 2020 | Lesedauer ca. 2 Minuten


 

 

​​​Wie schätzen Sie die derzeitige wirtschaftliche Lage in der Türkei ein?

Die türkische Wirtschaft verzeichnet mit dem Wertverlust der türkischen Lira sowie der Inflation einerseits und der konsumfreudigen, jungen Gesellschaft andererseits einen komplexen Verlauf. Im Jahr 2019 erlitt die Türkische Lira gegenüber dem Euro einen Wertverlust von 11 Prozent und gegenüber dem US-Dollar von 17 Prozent (jeweils im Vergleich zum Vorjahr). Auf der anderen Seite konnte die Inflationsrate (Verbraucher­preis­index) immerhin von 20,3 Prozent auf 11,84 Prozent reduziert werden. Auch der positive Trend im BIP-Wachstum wurde beibehalten: Im Jahr 2019 ist das BIP um 0,9 Prozent gewachsen; für 2020 wird ein BIP-Wachstum von 1,5 Prozent prognostiziert.


Wie würden Sie das Investitionsklima in der Türkei beschreiben? Welche Branchen bergen großes Potenzial?

Die Türkei ist für ausländische Investoren weiterhin attraktiv. Die Investitionsentscheidung großer Konzerne wie BASF, Bosch, Siemens, Liebherr, Mercedes-Benz und MAN in jüngster Vergangenheit bestätigen das attraktive Investitionsklima in der Türkei.
 
Die Regierung investiert v.a. in den Ausbau der Infrastruktur. Im Jahr 2019 wurde der Mega-Flughafen Istanbul eröffnet. Das Streckennetz der öffentlichen Verkehrsmittel wird bis zum neuen Flughafen ausgebaut. Aktuell laufen gigantische Infrastrukturprojekte wie Hochgeschwindigkeitszug-, U-Bahn-, Brücken- und Tunnelbau am Bosporus und in den Dardanellen. Im Zusammenhang mit den Projekten steigt der Bedarf an Maschinen, z.B. Bagger, Kräne oder Umschlagmaschinen.

Potenzial ist auch nach wie vor im Energiesektor (Geothermie, Windkraft, Solarenergie, Bioenergie und Wasser­kraft) vorhanden. Die Bereiche Automobil- und Textilindustrie, Maschinenbau-, Chemie- und Dienstleistungs­sektor und Logistik, der gesamte Hightech-Bereich, die Telekommunikationstechnologie und Elektronik verfügen ebenso über ein großes Potenzial.


Welchen Herausforderungen steht ein deutscher Unternehmer beim Engagement in der Türkei gegenüber?

Deutsche Unternehmen müssen sich v.a. folgenden Herausforderungen stellen:

  • dem Aufbau vertrauensvoller Partnerschaften,
  • rechtliche und steuerliche Aspekte,
  • politische Ungewissheit und
  • bürokratische Hürden.


Die hohe Inflation und die schwache Türkische Lira belasten insbesondere die auf den Binnenmarkt ausge­richteten Unternehmen. Den schwierigen Rahmenbedingungen des Binnenmarktes begegnete die Industrie mit einer Zunahme der Exporterlöse, der Währungsschwäche mit einer Erhöhung der lokalen Wertschöpfungstiefe.


Raten Sie Investoren in der Türkei zur Zurückhaltung?

Nein, denn die Türkei birgt großes Potenzial: Erfolgreiche Wirtschaft, qualifizierte und wettbewerbsfähige Arbeits­kräfte, eine gute Infrastruktur sowie eine zentrale Lage zwischen Europa und Asien, ein großer Binnenmarkt sowie noch mehrere andere Faktoren wecken das Interesse vieler Investoren.

Zudem wurden staatliche Investitionsprogramme speziell zur Anregung von Investitionen entworfen. So können sich Investoren bspw. von der Mehrwertsteuerbefreiung, Zollbefreiung, Prämienunterstützung (Arbeitgeberanteil), Zinszuschüsse und Flächenallokation Gebrauch machen.


Vor einer geplanten Investition sollte allerdings eine fachmännische Beratung eingeholt werden.


Wie wird sich aus Ihrer Sicht die Türkei weiterentwickeln?

Die ermutigenden Wachstumszahlen und der positive Ausblick in die Zukunft lassen annehmen, dass sich die Türkei positiv weiterentwickeln wird. Die Türkei bleibt als Bindeglied zwischen Ost und West konkurrenzfähig.

 Kulturelle Besonderheiten in der Türkei

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Korhan Dengiz

Auditor (Türkei), Tax Consultant (Türkei)

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