Rödl-Mitarbeiter-Stiftung für Kinderhilfe: Projekt „1000+1 Buch” – Leseförderung in Nürnberg

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​veröffentlicht am 7. August 2020 | Lesedauer: ca. 3 Minute

 

Mit Winnetou um die Wette reiten, gemeinsam mit Momo auf die Suche nach der gestohlenen Zeit gehen oder mit Bastian Balthasar Bux in die Unendliche Geschichte eintauchen. Auch hofft so manch ein Kind der Jahrtausendwende noch immer insgeheim auf eine Eule, die nach Irren den Weg zu uns findet und endlich doch noch den lang ersehnten Brief der populären Zauberschule überbringt.


Gern erinnern wir uns an unsere ersten großen Leseabenteuer zurück, die uns in magische Welten eintauchen ließen und unseren Horizont erweiterten. Bücher beleben die Vorstellungskraft und damit auch unsere Kreativität. Doch das ist nicht alles: Lesekompetenz ist Grundbaustein aller Bildungsprozesse und somit Fundament für die Teilnahme an der Gesellschaft und für ein erfolgreiches Erwachsenenleben. Daher hat sich die Rödl-Mitarbeiter-Stiftung für Kinderhilfe dazu entschieden, ein Zeichen für Leseförderung zu setzen und das Projekt „1000+1 Buch” der Lobby für Kinder e.V. aus Nürnberg zu unterstützen.

 Impression

Leseförderung sollte bereits im Kleinkindalter beginnen. Eine Vorlesestudie aus dem Jahr 2019, für die 700 repräsentativ ausgewählte Eltern befragt wurden, zeigt allerdings, dass das in der Realität häufig nicht der Fall ist: Ein Drittel der befragten Eltern liest den eigenen Kindern (im Alter von 2-8 Jahre) selten oder nie vor. Der Berufsalltag lässt keine Zeit, gemeinsam mit dem Nachwuchs auf Lesereise zu gehen. Das Angebot an Fernsehen, Tablets und Spielekonsolen ist omnipräsent – Leseabstinenz dagegen keine Seltenheit. Noch schwieriger ist die Situation in bildungsfernen Familien: Über die Hälfte dieser Eltern liest dem Nachwuchs maximal ein Mal pro Woche oder gar nicht vor. Die Vorbildfunktion der Eltern fehlt. Viele Familien können sich auch schlichtweg keine Bücher leisten. Daher wachsen viele Kinder ohne Lese-Erfahrung auf. Die Folge: Mangelnde Konzentrationsfähigkeit, verringertes Ausdrucksvermögen sowie schlechtere Bildungschancen und erschwerte Meinungsbildung.

 
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und die Lesemotivation zu fördern, schließt sich die Rödl-Mitarbeiter-Stiftung für Kinderhilfe dem Projekt „1000+1 Buch” der Lobby für Kinder e.V. an und versorgt zwei Nürnberger Schulen mit ausreichend Lesestoff im Wert von 3.100 Euro.

 

Am 17. Juli 2020 überreichten wir dem Sonderpädagogischen Förderzentrum in Langwasser insgesamt 300 spannende, unterhaltsame und informative Bücher für 11 Schulklassen. Jede Klasse erhält einen eigenen Büchervorrat, den man dank der praktischen, rollbaren Bücherkisten der Lobby für Kinder problemlos zwischen den Klassen einer Altersstufe tauschen kann. Die Bücher werden in Absprache mit den Lehrkräften der einzelnen Klassen aus dem Leseförderprogramm „Antolin“ ausgewählt und von der Buchhandlung Weidinger aus Nürnberg-Mögeldorf organisiert.

 

Die Übergabe fand bedingt durch Covid-19 in kleinstem Rahmen und mit dem notwendigen Abstand statt – die Masken durften nur kurzzeitig für ein Erinnerungsfoto abgenommen werden. Als Vorsichtsmaßnahme bleiben die Bücherkisten vorerst noch verschlossen, die Kinder freuen sich jedoch schon riesig darauf, den Inhalt der Truhen im kommenden Schuljahr zu entdecken.

 

Als Dank freuen wir uns über farbenfrohe Plakate, auf denen die Kinder ihre Lieblingsbücher verewigten, sowie über leckeren Honig aus der schuleigenen Imkerei, der uns von Schulleiterin Inge Döllinger überreicht wurde.

 
Der zweite Teil der Spende kommt der Jean-Paul-Schule zu Gute: Neues Lektüre-Material sowie ein erweiterter Bibliotheksbestand ermöglichen den Schülern viele neue Leseabenteuer und wecken die Lust am Buch.

 
Wir bedanken uns bei der Lobby für Kinder e.V. für die gute Zusammenarbeit und wünschen allen Kindern viel Freude beim Lesen!

 

Quelle: Vorlesestudie 2019 – Vorlesepraxis durch sprachanregende Aktivitäten in Familien vorbereiten und unterstützen

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