Nachhaltige Supply Chain: So können Unternehmen sie verwirklichen

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Transport, Verkehr und Logistik treiben signifikant den CO2-Ausstoß. Unternehmen können durch intelligente Ansätze aktiv den klimaschädlichen Emissionen entgegenwirken.

 

 

CO2-Ausstoß: der signifikante Anteil von Transport, Verkehr und Logistik

Mit der fortschreitenden Globalisierung entstehen immer mehr länder- bzw. kontinent­übergreifende Supply Chains: Ihre integralen Bestandteile sind Transporte und Lagerhaltung sowie die damit verbundenen logistischen Tätigkeiten. Zunehmende Waren­bewegungen, national und international, stützen unser Wirtschaftswachstum und unseren Wohlstand.

 

Laut aktuellen Studien macht der Sektor „Transport und Logistik” rund ein Fünftel der globalen, klimaschädlichen Emissionen aus. Absolut ist die Menge an ausgestoßenem CO2 seit 1990 um ca. 40 Prozent gestiegen.

     

Trotz fortgeschrittener Energie-Effizienz (regelmäßig beworben von den Fahrzeug­herstellern) hat der CO2-Ausstoß aufgrund des überproportional gestiegenen Güterverkehrs weiter zugenommen. Somit konnte die Entwicklung nur gedämpft, nicht aber reduziert werden.

    

Neben den Transporten auf der Straße erzeugen auch Transporte in der Luft, auf dem Wasser und auf der Schiene Emissionen. Wenn wir die Nachhaltigkeit von Lieferketten beurteilen, müssen wir genauso die Lagerhäuser und das Thema Verpackung betrachten. Bereits die kurze Auflistung zeigt, wie komplex die Bewertung dieses vielfältigen Themas ist.

 

Warum Nachhaltigkeit ein Thema für den Mittelstand ist

Die Frage, wie nachhaltig das eigene Handeln ist, bewegt neben großen Konzernen auch mittelständische Unternehmen. Je geringer die Fertigungstiefe, desto größer die Abhängigkeit von Lieferanten und Dienstleistern – deren Einbindung in die eigene Wert­schöpfungs­kette üblicherweise Transport und Logistik bedingen. Regional differenzierte Produktstrategien erfordern häufig:
  • komplexe Lieferketten,
  • regionale Montagewerke oder Lagerstandorte,
  • unterschiedlichste Bearbeitungsschritte und
  • ein erhöhtes Transportaufkommen.


Die gestiegenen Kunden- und Konsumentenanforderungen lassen auch das Thema Nach­haltigkeit für den Mittelstand immer wichtiger werden.

 

Nachhaltigkeit braucht konkrete Ansätze

Unternehmen können mit mehreren verschiedenen Ansätzen ihre Lieferketten und Logistik nachhaltiger gestalten. Das sind technische Ansätze, Änderungen im Modal-Mix, Standortkonzepte sowie Verpackung und Recycling:

    

Ein naheliegender erster Schritt ist es, technisch fortgeschrittene und moderne Fahrzeug­flotten sowie moderne Lagertechnik inklusive Flur­förderfahrzeugen einzusetzen. Das umzusetzen ist bei eigenen Investitionen genauso möglich wie bei der Auswahl von Dienstleistern. Losgelöst von der eingesetzten Technologie ist der einzelne Mitarbeiter entscheidend für das Thema Nachhaltigkeit: Der ressourcen­schonende Einsatz beginnt beim aufmerksamen Mitarbeiter – dieses Bewusstsein muss geschult werden.

    

Zudem kann ein geänderter Modal-Mix (die Auswahl der Verkehrsträger) die Lieferkette nachhaltiger werden lassen. Mögliche Ansätze sind
  • die Tourenoptimierung,
  • die Transportmengen-Optimierung und
  • das Verringern aufwändiger Sondertransporte mit Kurier, Luftfracht und Kleinlastwagen.

 

Darüber hinaus sollten Unternehmen das eigene Standortkonzept kritisch betrachten, um nachhaltiger zu werden: Die Stufen der Supply Chain (einschließlich Lager- und Handlingstandorte) sollten neben den Aspekten Kundennutzen und Kosten auch dahingehend bewertet werden, wie emissionsintensiv und nachhaltig sie sind.

    

Ein weiterer Ansatz sind die Themen Verpackung und Recycling – ein Aspekt, den die Automotive- Industrie bereits lange fokussiert. Hier müssen Entscheider häufig die Aspekte Kosteneinsparungen und Nachhaltigkeit abwägen.

 

Nachhaltigkeit kann profitabel sein

Nachhaltiger zu werden bedeutet nicht zwangsläufig, Kosten zu treiben. So können ein veränderter Modal-Mix und angepasste Lagerstufen positive Kosteneffekte haben. Nachhaltigkeit geht so Hand in Hand mit Kundenanforderungen und dem Ziel, profitabler zu werden.

    

Zukunfts­orientiertes Wirtschaften ist angesichts globalisierter Lieferketten für viele Unternehmen ein relevantes Thema. Es ist möglich, Nachhaltigkeit, Kunden­zufriedenheit und Kostenoptimierung in Einklang zu bringen – auch und v.a. im Mittelstand.

    

zuletzt aktualisiert am 30.11.2016

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