US-Markt lockt mit Perspektiven für mehr Wachstum

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Seit langer Zeit sind die USA der mit Abstand wichtigste Handelspartner Deutschlands außerhalb der Europäischen Union (EU). Nach einem Bericht des statistischen Bundesamtes liegen die USA in der Rangfolge der Handelspartner Deutschlands im Außenhandel für das Jahr 2015 auf Platz 1. Deutsche Unternehmen exportieren umfassend in die Vereinigten Staaten und investieren massiv im US-Markt. Der Grund hierfür ist nicht nur das im Vergleich zur Eurozone höhere Wirtschaftswachstum in den USA. Vielmehr lockt ein gewaltiger Absatzmarkt, in dem „Made in Germany” einen exzellenten Ruf genießt.

Die Europäische Union verhandelt seit einiger Zeit mit den USA über den Abschluss eines amerikanisch-europäischen Freihandelsabkommens (Transatlantic Trade and Investment Partnership, kurz TTIP), mit dem Ziel, Handelsbarrieren und Protektionismus abzubauen. Sofern ein für beide Seiten akzeptables Ergebnis erzielt wird, könnte ein solches Abkommen zur Intensivierung bestehender Wirtschaftsbeziehungen führen.

 Nach Abschluss der jüngsten Verhandlungsrunde kündigte der EU-Verhandlungsführer Ignacio García Bercero an, dass die Verhandlungen für das Abkommen noch im Jahr 2016 abgeschlossen werden sollen. Es bleibt abzuwarten, ob dieses Ziel erreicht wird. Vor dem Hintergrund der anstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA wäre es wünschenswert, da niemand sagen kann, mit welchen Änderungen bei den US-Verhandlungspositionen nach einem Wechsel der Führungsmannschaft in den USA zu rechnen sind. Wer die Berichterstattung zu den US-Vorwahlen verfolgt hat, konnte feststellen, dass zumindest Hillary Clinton und Donald Trump – als derzeit aussichtsreichste Bewerber auf die Präsidentschaftskandidaturen bei den Demokraten und Republikanern – nicht gerade als glühende Verfechter des Freihandels aufgetreten sind.
  
Die Europäische Kommission und die Regierung in Washington sollten parallel zu den TTIP-Verhandlungen konsequent an der Absenkung von Handels- und Zollbarrieren sowie der schrittweisen Beseitigung protektionistischer Regelungen weiterarbeiten. Dies könnte erheblich dazu beitragen, dass europäische Unternehmen noch mehr Arbeitsplätze in den USA schaffen, als es bisher der Fall ist. Ebenso würde es US-Unternehmen erleichtert werden, innerhalb der EU zu investieren und hierzulande für mehr Beschäftigung und Wachstum zu sorgen. 

   
zuletzt aktualisiert am 18.05.2016

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Prof. Dr. Christian Rödl, LL.M. (Columbia University, New York)

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