Neuigkeiten aus Spanien – 15.000 MW Netzanschlusspunkte seit Februar 2023 freigeworden.

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veröffentlicht am 22. Juni 2023

Gemäss königlichen Gesetzesdekret (RDL) 23/2000 hatten Erneuerbare Energien Projekte, die vor dem 25.6.2020 einen sogenannten Netzzugangs- und Netzanschlusspunkt zugeteilt bekamen, 31 Monate Zeit, die Umweltverträglichkeitsgenehmigung (DIA) zu beantragen und zu erlangen. Den Projekten, die bis zum genannten 25.1.2023 diesen Meilenstein nicht nachgewiesen haben, wurden automatisch der „punto de conexión y acceso” entzogen. Obwohl die Frist bereits einmal um 6 Monate verlängert wurde, waren die öffentlichen Verwaltungen nicht in der Lage, der Flut von Anträgen Herr zu werden. Im Schnellverfahren wurden im Dezember 2022 und Januar 2023 noch hunderte Anträge auf DIA durchgewunken, trotzdem sind, wie heute mitgeteilt wurde, viele Projekte an der Hürde gescheitert.  

Nach Angaben des Netzbetreibers Red Electrica (REE) wurden entsprechend 15.000 MW an Genehmigungen widerrufen, wobei es sich um 5 GW Wind und 10 GW PV Anschlusspunktgenehmigungen handelt. Die freien Netzkapazitäten werden dann wieder von den jeweiligen Netzbetreibern (REE, Endesa, Iberdrola) auf deren jeweiligen Webseiten zum Antrag freigegeben, es sei denn, die freien Punkte sollen auf einer Netzkapazitätsversteigerung an die Entwickler vergeben werden. 

Die weiteren Fristen des RDL 23/2000 sind am Laufen; als nächste Fristen stehen die Erteilung der vorläufigen und der Betriebsgenehmigung (autorización administrativa previa y de construcción) an, die bis zum 25.4., bzw. 25.7.2023 erlangt werden müssen. Möglicherweise werden nach Ablauf dieser Fristen weitere Zugangspunkte frei.

Unabhängig von den Problemen der Entwickler mit Fristen in Spanien, zeigt sich erstmals in Spanien massiv die Auswirkungen des Kannibalisierungseffektes. In den letzten Wochenenden haben sich immer öfter 0 Euro Spotmarkt-Preise gezeigt, so zum Beispiel am Sonntag den 14.5. zwischen 10:00 – 18:00 Uhr. (hier der Link zu dem Marktbetreiber mit der Preiskurve für den Sonntag 14.5). Im Mittel war die Sonnenenergie in den Sonnenstunden zwischen 10:00-18:00 Uhr in den letzten drei Monaten für bis zu 40 Prozent der erzeugten Energie verantwortlich und in den Spitzen bis zu 70 Prozent. Die installierte PV-Leistung entspricht zur Zeit 16 Prozent der in Spanien installierten Leistung, sie ist in den letzten 5 Jahren von 4 Prozent gewachsen.

Vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar, dass sich immer mehr Betreiber für Speichermedien oder H2 Erzeugung interessieren, um auf einem zunehmend volatilen Markt auch in der Zukunft Geld verdienen zu können. Das gilt u. U. auch für den Bereich der Netzsicherheit, da parallel zu 0-Euro-Preisen auf dem Spotmarkt sowohl bei PV als auch bei Windanlagen (bislang überwiegend) großflächige Abschaltungen (Curtailments) an Wochenenden vorkommen. 





Wir zeigen Ihnen, welche Vermarktungsmodelle in Spanien funktionieren! 


Vermarktungsmodelle Erneuerbare Energien weltweit

 

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