Polen: Sonderwirtschaftszonen bleiben attraktiv

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Die Befreiung von der Körperschaftsteuer und der Immobiliensteuer sowie attraktive Grundstücke, die für eine Gewerbetätigkeit überlassen werden, sind nur einige der Investitionsanreize in den polnischen Sonderwirtschaftszonen (SWZ). Daher lohnt es sich, den Vorteilen einer Tätigkeit in den SWZ etwas Aufmerksamkeit zu schenken, insbesondere nachdem die polnische Regierung zuletzt das Weiterbestehen der Zonen beschlossen hat. 
 

Was sind SWZ?

Eine SWZ ist ein ausgesondertes, unbewohntes Gebiet auf dem Territorium Polens, das für die Ausübung der Wirtschaftstätigkeit zu Vorzugsbedingungen bestimmt ist. SWZ werden errichtet, um die wirtschaftliche Entwicklung zu beschleunigen, insbesondere durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie die Entwicklung bestimmter Geschäftsfelder und des Exports. In den SWZ können sowohl in- als auch ausländische Unternehmen investieren. Zurzeit bestehen in Polen 14 SWZ. Sie wurden in den 1990er-Jahren ursprünglich für 20 Jahre errichtet. Da sie sich aber als Investitionsanreiz besonders für ausländisches Kapital erwiesen haben, hat die Regierung zuletzt beschlossen, diesen Zeitraum zunächst bis 2020 und aktuell bis 2026 zu verlängern. 
 

Was sind die Vorteile?

Der grundsätzliche Vorteil bei den SWZ besteht in der Befreiung von der Körperschaftsteuer in Bezug auf Einnahmen, die aus der Gewerbetätigkeit in der Zone erzielt wurden. Die Unternehmer, die ihre Investitionen in der SWZ durchführen, können eine staatliche Beihilfe in Anspruch nehmen, die in Form der Steuerbefreiung gewährt wird, und zwar für die Kosten neuer Investitionen oder die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Ein zusätzlicher Anreiz für die Aufnahme einer Tätigkeit in der SWZ ist die Befreiung von der Immobiliensteuer, die vom Gemeinderat beschlossen werden kann. Eine weitere Stärke der SWZ besteht darin, dass den Unternehmen attraktive, erschlossene Grundstücke samt der notwendigen Infrastruktur für eine Gewerbetätigkeit zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus können die bereits in den SWZ vorhandenen Immobilien gekauft oder gemietet werden (darunter auch die Büroflächen für Shared Services Centres, F&E-Zentren oder Call Centres). In einigen SWZ können Projekte im Rahmen von BTS (built to suit) abgewickelt und dann geleast werden. Nicht zu vergessen ist auch die administrative Unterstützung seitens der Verwaltungsgesellschaften der SWZ bei rechtlichen und organisatorischen Fragen bei Investitionen (Versorgungsunternehmen, kommunale Behörden usw.) sowie die sogenannte Nachinvestitionsbetreuung. 
 

Womit ist zu beginnen?

Vor Aufnahme der Gewerbetätigkeit in einer SWZ ist eine Genehmigung, die im Namen des Wirtschaftsministers durch die Verwaltungsgesellschaft der Zone erteilt wird, einzuholen. Während der Gültigkeitsdauer der Genehmigung hat das Unternehmen eine sogenannte Zonengebühr zur Deckung der Verwaltungskosten der Verwaltungsgesellschaft zu entrichten. 
 

Es lohnt sich, zu investieren

Die Sonderwirtschaftszonen haben sich über die Jahre in Polen etabliert und stellen einen wichtigen Faktor bei der Anbahnung ausländischer Investitionen dar. Die Unternehmen, die in den SWZ tätig sind, nennen außer den steuerlichen Anreizen auch folgende Gründe für die dortigen Investitionen: attraktive geographische Lage, aufnahmefähiger Binnenmarkt, relativ niedrige Arbeitskosten, hochqualifizierte Führungskräfte und Ingenieure, hohes Engagement und Hilfe seitens der kommunalen Behörden. All das zeugt davon, dass eine SWZ in Polen ein perfekter Standort für Investitionen und die Entwicklung von Geschäftstätigkeiten ist. Aus diesem Grund lohnt es sich, die Aufnahme einer Tätigkeit in einer SWZ zu erwägen.

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