Grenzüberschreitende M&A-Transaktionen – So werden sie zum internationalen Erfolg

In unserer Geschäftspraxis stellen wir immer wieder fest, dass sich der deutsche Mittelstand zunehmend internationalisiert. Dabei gibt es neben mehr Akquisitionen im Ausland auch ein gesteigertes Interesse am deutschen Mittelstand seitens ausländischer Investoren. Wir zeigen Ihnen, worauf Unternehmer bei grenzüberschreitenden Transaktionen achten sollten.
 
Seit jeher ist M&A, also der Kauf und Verkauf von Unternehmen sowie Unternehmsanteilen, strategisch ausgerichtet und von vielen Faktoren abhängig. Erfolgreiche Transaktionen haben oft 2 Dinge gemein: Die handelnden Personen beweisen viel Fingerspitzengefühl und haben sich im Vorfeld der Transaktion umfassend vorbereitet.
 
Ist der Prozess sehr international geprägt, ist Interdisziplinarität von externen Beratern kein Kann, sondern ein Muss. Denn durch die sorgfältige Prüfung – der sog. Due Diligence – von finanzwirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Themen können die wesentlichen Deal-Breaker bereits vor Vertragsunterzeichnung identifiziert werden.
 
Es braucht jedoch mehr: Häufig geraten Transaktionen ins Wanken, weil Know-how im Transaktionsprozess fehlt oder Unsicherheiten auftreten, die sich aufgrund der unterschiedlichen Rechtsräume ergeben. Ein zusätzliches Risiko entsteht, wenn ausgewählte Schlüsselpersonen (zu) spät eingebunden werden. Als vorteilhaft hingegen hat sich erwiesen, wenn erfahrene Aufsichts- oder Beiräte sich bei einer Transaktion engagieren, z.B. über eine Position im Lenkungsausschus.
 

Kauf eines Unternehmens im Ausland

Anders als bei internationalen Konzernen stehen M&A-Transaktionen bei deutschen Mittelständlern nicht auf der Tagesordnung. Doch gerade bei grenzüberschreitenden Transaktionen ist Prozess-Know-how entscheidend. Ein externer Berater kann helfen, die passende Akquisitionsstrategie zu definieren, die richtigen Zielunternehmen auszuwählen sowie den gesamten Prozess erfolgreich zu steuern – von der Ansprache potenzieller Übernahmekandidaten bis zur Vertragsunterzeichnung.
 
Dabei fällt immer wieder auf, dass gerade kulturelle Unterschiede häufig Probleme bereiten. Sie beziehen sich neben dem Zwischenmenschlichen v.a. auf steuerliche und rechtliche Unterschiede. Die Praxis zeigt, dass wir mit unserer Erfahrung und Kollegen, die i.d.R. im Land des Übernahmekandidaten sitzen, wertvolle Beiträge zu erfolgreichen Transaktionen liefern.
 

Verkauf an einen ausländischen Käufer

Der Verkauf an einen ausländischen Erwerber kann aus mehreren Gründen sinnvoll sein. Neben einem deutlich höheren Kaufpreis rücken auch die Heimatmärkte des übernehmenden Unternehmens in greifbare Nähe. Natürlich ist auch dieser Prozess stark von kulturellen und rechtlichen Unterschieden geprägt. Daher gilt es, sich gut auf den Prozess im Allgemeinen und auf die Due Diligence im Besonderen vorzubereiten. Schlüsselpersonen aus dem eigenen Unternehmen sollten frühzeitig eingebunden werden, um unliebsame Entwicklungen zu vermeiden.
 
Eine verbreitete Befürchtung ist hingegen unbegründet: Bisherige Transaktionen konnten nicht bestätigen, dass Käufer aus Ländern wie z.B. China nur darauf aus sind, Know-how abzusaugen und ansonsten kein Interesse am deutschen Unternehmen hätten.
 

Fazit

Unternehmenstransaktionen sind komplex, internationale Transaktionen sind besonders komplex. Unternehmer können die damit verbundenen Risiken signifikant minimieren, indem sie ihr internes Team frühzeitig definieren und um ausgesuchte externe Spezialisten ergänzen. Beim internen Team ist Branchen-Know-how und Standing im Unternehmen wichtig. Daher sollte der Projektverantwortliche aus der Geschäftsleitung oder aus dem Aufsichts- bzw. Beirat kommen. Das Know-how für den Transaktionsprozess, das länderspezifische Fingerspitzengefühl sowie die Kenntnisse über das kulturelle, rechtliche und steuerliche Fachwissen sollte der externe M&A-Berater beisteuern können.

 Kontakt

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Björn Stübiger

Leiter Bereich Corporate Finance

Partner

+49 89 9287 805 15

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Bitte beachten Sie:

  • Prozess-Know-how ist bei länderübergreifenden Transaktionen von entscheidender Bedeutung.
  • Es ist ein gewisses Verständnis für fremde Kulturen notwendig.
  • Die Preisvorstellungen sollten realistisch sein.
  • Das Management und ausgewählte Schlüsselpersonen müssen frühzeitig eingebunden werden.
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