Zukunft der Wertschöpfung – Anforderungen an moderne Supply Chains in Zeiten der 4. Industrie-Revolution

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veröffentlicht am 28. November 2017

 

Wir sind mitten in der 4. industriellen Revolution und das Schlagwort „Digitalisierung” ist allgegenwärtig. Die Vernetzung der physischen Supply Chain in der digitalen Informations­verarbeitung über alle Wertschöpfungsstufen und mit allen Beteiligten ist bei vielen Unternehmen bereits weit fortgeschritten.
 
Anforderungen an moderne Supply Chains    
Die technischen Grundlagen sind vorhanden und intelligente, digital vernetzte Systeme ermöglichen es, mit intelligent verzahnten Systemen und Abläufen die Wertschöpfung flexibler und effizienter zu gestalten.
 
Dass die Digitalisierung moderner Supply Chains notwendig ist, bezweifelt niemand mehr. Dennoch bleiben 2 kritische Herausforderungen bestehen: Die Reichweite der digitalen Supply Chain und die Schaffung von Mehrwert. Die beiden Themen stehen im Mittelpunkt der Bemühungen vieler Unternehmen.
 

Anforderungen und Ziele der digitalisierten Supply Chain

Quasi eine Mindestanforderung ist die „einfache” Digitalisierung der bestehenden Produkte in den bestehenden Wertschöpfungsketten. Zusätzlich muss künftig der Betrachtungswinkel erweitert und der gesamte Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen berücksichtigt werden. Hiermit ist nicht die Produkthistorie in digitaler Form gemeint, sondern die vernetzte Kollaboration der Beteiligten  –  von der Produktidee bis zur Verwertung und dem Recycling verbrauchter Produkte.
 

Bei der Vernetzung geht es darum, bereits in der Entwicklung über eine digitale Kooperation zwischen Entwicklungspartnern frühzeitig den Kunden einzubinden. Das primäre Ziel, in der Entwicklung schneller zu werden, wird erreicht durch
  • schnelle Feedbackschleifen,
  • effizienten Austausch von Daten,
  • frühe Definition von Datenmodellen und
  • Rapid Digital Prototyping. 
     

Die Verbindung zur physischen Lieferkette und insbesondere der Produktion wird dort wieder offensichtlich, wo kundenspezifische Anpassungen und Entwicklungen als digitaler Prototyp verfügbar sind  –  und mit der vorhandenen Technologie, Kompetenz und Kapazität abgeglichen werden. Anhand der Daten kann dem Kunden früher ein realistisches Bild von Produkt und Verfügbarkeit gegeben werden. Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern soll Time-to-Market drastisch verkürzen.
 
Die teilweise aufwändige und teure Implementierung erfordert mehr Flexibilität und Effizienz. Deshalb ist zu überlegen, inwieweit für bestimmte Schritte und Stufen der Wertschöpfungskette parallele Strukturen aufgebaut werden, die je nach Anforderung angesteuert und eingesetzt werden. Hier können alternative Dienstleister bzw. Zulieferer aufgebaut werden, genauso wie alternative Technologien und zusätzliche Kapazitäten. Die Alternativen werden nach Bedarf, ggf. auch in Absprache mit dem Kunden, in die Wertschöpfung eingebunden.
 

Effizienz steigern, Verschwendung vermeiden 

Effizienz ist (neben der schnellen Liefer- und Wiederbeschaffungszeit) ein sehr wichtiges Ziel in der Digitalisierung von Produktions- und Lieferketten. Effizienz zu steigern und Verschwendung zu reduzieren, lässt sich über mehrere Stellhebel erreichen. Die schnelle, fehlerfreie und umfängliche Informationsweitergabe an den eigentlichen Ort der Wertschöpfung ist essenziell für effizientes Arbeiten. Mit einer vernetzten Planung, gestützt durch intelligente Systeme, lassen sich Produktionsprozesse optimieren und Kosten, Lieferzeit sowie Qualität steuern. Die Weitergabe von Informationen in Echtzeit ermöglicht es, die Versorgung zu steuern. Mit der intelligenten Erweiterung von Planungshorizonten werden drohende Versorgungsengpässe früher erkannt und gemanagt. 
 

Fazit

Die fortschreitend digitalisierten Supply Chains bringen einerseits die Anforderung mit sich, den gesamten Produktlebenszyklus zu digitalisieren, andererseits bieten sie einen klaren Nutzen und Mehrwert, indem sie neben der inhaltlichen Vernetzung von Prozessen hohe Effizienzsteigerungen ermöglichen.
 

Bitte beachten Sie:

  • Das Produkt bzw. die Dienstleistung sollte ganzheitlich über den gesamten Produktlebenszyklus betrachtet werden.
  • Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Sie steigert Qualität, Effizienz und Geschwindigkeit und reduziert Kosten, Lieferzeiten und Verschwendung.
  • Die Devise sollte lauten: Prozesse übergreifend steuern und nicht nur Daten sammeln! 

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