Positive Zukunft für erneuerbare Energien in der Ukraine

Die Ukraine-Krise, die schnell steigenden Energiepreise und der Konflikt mit Russland haben auf die Ukraine auch positive Auswirkungen. Die ukrainische Regierung strebt eine größere Unabhängigkeit von Russland und dessen Gas an. Demnach muss sie schnell umdenken und nach neuen Energiequellen suchen. Das Thema der Förderung der erneuerbaren Energien ist somit aktueller denn je. Von den Investitionen in diesen Bereich verspricht sich der Staat sehr viele Vorteile, wie Wirtschaftswachstum, neue Arbeitsplätze, geringere Energiepreise und politische sowie wirtschaftliche Unabhängigkeit von Russland.
  

Gesetzliche Grundlagen für EE-Investitionen

Die maßgebenden gesetzlichen Grundlagen sind das Gesetz über die alternativen Energiequellen vom 25. September 2008 (zuletzt geändert am 9. April 2014) und der Beschluss „über den Grünen Tarif“ vom 2. November 2012. Zudem liegen verschiedene Gesetzesentwürfe vor, die allerdings noch nicht verabschiedet wurden.
 

Staatlich geförderter Ausbau der erneuerbaren Energien

Die ukrainische Regierung ist fest entschlossen, aktiv den Sektor der Erneuerbaren Energien zu fördern: Bis 2020 sind Investitionen in diesem Bereich für rund 15 Mrd. Euro geplant. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung soll in den kommenden 5 Jahren auf 11 Prozent steigen (gegenwärtig liegt er lediglich bei 3,8 Prozent). Jüngst wurde auch ein Regierungsprogramm im Bereich Solarenergie verabschiedet. Bis zum Jahr 2020 sollen 3 Mrd. Euro in den Aus- und Aufbau der ukrainischen Solarindustrie investiert werden.
 
Sergy Savchuk, der Chef der staatlichen Agentur für Energieeffizienz und Energieeinsparungen in der Ukraine berichtet, dass ein Teil der Gelder aus dem ukrainischen Staatshausalt kommen sollte und der Rest von nichtstaatlichen Investoren. Nach den bisherigen Gesetzesregelungen haben zwar die heimischen Investoren Vorrang. Diese Regelungen sollen jedoch schon bald abgeschafft werden, da die angeschlagene ukrainische Wirtschaft den Aufbau nicht alleine stemmen kann. Laut Regierung sollten sich an den Projekte die Oligarchen des Landes aber auch ausländische Investoren aus Deutschland und Tschechien beteiligen. Die Solarparks sind vor allem im Westen des Landes geplant, von den früheren gescheiterten Projekten auf der Krim und in der Südukraine nimmt man aufgrund der politischen Lage Abstand.
 

Ziel: Senkung des Gasverbrauchs

Die Ukraine bezieht ihrer Energie zur Zeit insbesondere aus Atomkraftwerken, mit Abstand folgen Kohle und Gas. Der Gesamtverbrauch an Gas betrug 2013 50 Milliarden Kubikmeter, die Hälfte des Verbrauches kam dabei aus Russland. Durch die Förderung des Erneuerbare Energien-Bereichs wird vor allem die Senkung des jährlichen Verbrauchs von Gas um neun Milliarden Kubikmeter angestrebt.
 
zuletzt aktualisiert am 15.06.2015
  
 

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