Digitalisierung im FM – Hype oder Realität?

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Die Zahl der Veröffentlichungen und Events, die aktuell neue Ideen innovativer PropTech-Start-ups vorstellen und schwerwiegenden, wenn nicht sogar disruptiven Veränderungen in der Immobilienbranche im Allgemeinen und der Facility Management Branche im Besonderen das Wort reden, ist fast schon inflationär. Das überrascht nicht, nachdem das Moore´sche Gesetz immer noch gilt, die Rechnerleistung deshalb in sehr überschaubaren Zeiträumen immer neue Bestmarken erreicht und dadurch immer mehr Möglichkeiten für IT-gestützte Prozesse entstehen.
Gleichzeitig kommen innovative Programmierer dem, was viele etwas voreilig als „künstliche Intelligenz” bezeichnen, Schritt für Schritt näher, sodass immer bessere Softwareprogramme für zahlreiche Anwendungsfälle zur Verfügung stehen. Und schließlich gewinnt ein Thema neuen Glanz, das seit vielen Jahren diskutiert wird, ohne allerdings nennenswerte Praxisrelevanz zu erlangen, das Building Information Modelling (BIM).


Verfolgt man aktuell die Veröffentlichungen und Veranstaltungsthemen der Branche, so entsteht der Eindruck, der Weg in eine neue, rundum digitale Ära wäre bereitet. In manchen Gesprächen dazu beschleicht einen dagegen der Verdacht, die ohnehin anglophile Immobilienbranche habe in erster Linie ein paar weitere buzzwords in ihren Sprachschatz aufgenommen und nur wenige haben sich bislang wirklich die Mühe gemacht, die „schöne neue Welt” in der Praxis auszuprobieren – also, „much ado about nothing?”


Maximale mediale Aufmerksamkeit für Visionen –
(noch) nicht mehr, aber auch nicht weniger

Man wird nicht bestreiten können, dass die moderne Informationstechnologie und die ständig steigende Leistungsfähigkeit von Computern unser gesamtes Leben und Arbeiten erheblich verändern werden. Bislang handelt es sich vielfach aber lediglich um Visionen, also von der Realität noch nicht belegte Vorstellungen darüber, wie es in Zukunft mal sein könnte. Meist sind diese Visionen noch nicht einmal sehr konkret und werden mit den immer gleichen Beispielen (Uber, AirBnb und Amazon) illustriert. Dabei wird übersehen, dass das zwar alles bemerkenswerte neue Geschäftsmodelle sind, die bestehende Märkte erheblich verändert haben, deren Übertragung auf andere Branchen oder konkrete Anwendungsfälle sich aber dann doch nicht unmittelbar aufdrängt. Diese Überlegung darf allerdings nicht dazu verleiten, sich mit den Themen der digitalen Transformation nur deshalb nicht zu beschäftigen, weil man weder Buchhändler noch Taxifahrer oder Hotelbesitzer ist.


Einfach machen!

Die Kunst besteht darin, ein gutes Gespür dafür zu entwickeln, aus der Vielzahl der Diskussionsbeiträge die Innovationen oder Lösungen herauszufiltern, die wirklichen Nutzen bringen und nicht lediglich den Hype um die Schlagwörter Digitalisierung und Disruption bedienen.

 

Das wird nur gelingen, wenn man mit der richtigen Einstellung und auf der richtigen Grundlage etwas ausprobiert. Die richtige Einstellung dabei besteht u.a. darin, die richtige Fehlerkultur im Unternehmen zu etablieren. Neuen Ideen eine Chance zu geben, setzt Innovationsbereitschaft und ggf. auch den Einsatz von Risikokapital voraus. Die dazu passende Fehlerkultur muss Scheitern zulassen, denn einige dieser neuen Ideen werden sich als nicht zielführend erweisen.


Die richtige Grundlage für diese Kultur des Ausprobierens und Scheiterns ist eine grundlegende Strategie der digitalen Transformation. Wer einfach so loslegt und unkoordiniert Neues ausprobiert, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit an der Komplexität der Digitalisierung scheitern, in jedem Fall aber weniger effizient und effektiv sein als andere, die sich innerhalb klar strukturierter Innovationsprozesse bewegen.

 

Digitale Transformation ist auch Personalarbeit

Sämtliche Lösungen, die FM-Prozesse vereinfachen oder optimieren sollen, sind zunächst mit entsprechendem Aufwand verbunden. Selbst „Lösungen von der Stange” sind nicht unmittelbar funktionsfähig und müssen an die jeweilige Situation angepasst und geschult bzw. von den Mitarbeitern eingeübt werden. Wenn es sich sogar um die Entwicklung oder Konfiguration einer lernenden Software handelt, wird der erforderte Aufwand noch deutlich größer. In allen Fällen müssen die fachkundigen und erfahrenen Mitarbeiter ihre bisherigen Abläufe umstellen oder ihr Wissen und ihre Arbeitsroutinen der Maschine „beibringen”. Die dafür erforderlich Akzeptanz ist nicht ohne Weiteres und nicht bei jedem Mitarbeiter vorhanden. Es bedarf daher einer intensiven Personalarbeit, die die digitale Transformation in jedem Unternehmen begleitet. Bei den wenigen Erfahrungsberichten, die derzeit in Bezug auf die Umsetzung von Maßnahmen zur digitalen Transformation vorliegen, wird das immer deutlicher. Diese Projekte scheitern, wenn sie nicht parallel mit einem vernünftigen Change-Prozess verbunden werden.


Rödl & Partner ist passend!

Rödl & Partner beschäftigt sich seit Längerem intensiv mit den Möglichkeiten der digitalen Transformation. Manche Sackgassen sind erkannt, manche hervorragende Lösung ist entstanden (z.B. REG-IS, der FM-Vertragsgenerator, verschiedene Datenmodelle zur Umsetzung der Betreiberverantwortung). Weitere vielversprechende Ideen befinden sich in unserer Projekt-Pipeline. Entwicklungen wie BIM oder Blockchain-Technologien und smart contracts beobachten wir genau und leiten die möglichen Folgen auf unsere Beratungstätigkeit konsequent ab.

 

Wir verstehen uns als innovatives und aufgeschlossenes Beratungsunternehmen. Wir sind überzeugt, dass wir nur dann authentisch den Weg der digitalen Transformation mit unseren Mandanten gehen können, wenn wir uns selbst auf den Weg begeben. Die Erfahrungen, die wir dabei machen, können wir weitergeben und so das Scheitern von Projekten vermeidbar machen. Das macht uns auch zum passenden Berater in Zeiten der Digitalisierung.


Sprechen Sie uns gerne an – wir erläutern Ihnen in einem persönlichen Gespräch unsere pragmatischen Lösungsansätze für FM in Zeiten der Digitalisierungsdiskussion!

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