Erfolgreich investieren in Bulgarien

zuletzt aktualisiert am 3. April 2019

  

Wie schät­zen Sie die der­zei­ti­ge wirt­schaft­li­che La­ge in Bul­ga­ri­en ein?

Die der­zei­ti­ge wirt­schaft­li­che La­ge in Bul­ga­ri­en kann als viel­ver­spre­chend ein­ge­schätzt wer­den. Im Jahr 2018 konn­te Bul­ga­ri­en mit ei­nem hö­he­ren Wirt­schafts­wachs­tum ver­zeich­nen (ca. 3,1 Pro­zent für das 3. Quar­tal). Der Aus­blick für das lau­fen­de Jahr fällt nach Ex­per­ten­mei­nun­gen eben­falls po­si­tiv aus. Hier­zu tra­gen ins­be­son­de­re die fi­nan­zi­el­le Sta­bi­li­tät des Lan­des und die gu­ten Rah­men­be­din­gun­gen für In­ves­ti­tio­nen bei.
  

Wie wür­den Sie das In­ves­ti­ti­ons­kli­ma in Bul­ga­ri­en be­schrei­ben? Wel­che Bran­chen ber­gen gro­ßes Po­ten­zi­al?

Bul­ga­ri­en ist nach wie vor be­son­ders at­trak­tiv für aus­län­di­sche In­ves­to­ren, wo­bei Deutsch­land und Ös­ter­reich an den ers­ten Stel­len ran­gie­ren. Das gu­te In­ves­ti­ti­ons­kli­ma Bul­ga­ri­ens wird durch güns­ti­ge Steu­er­be­din­gun­gen ge­för­dert: In Bul­ga­ri­en gilt ein ein­heit­li­cher Steu­er­satz von 10 Pro­zent für Ein­kom­men- und Kör­per­schaft­steu­er. Als at­trak­tiv für In­ves­to­ren er­wei­sen sich auch die nied­ri­gen Lohn­kos­ten (der Durch­schnitts­lohn be­trägt ca. 565 Eu­ro, wäh­rend der Min­dest­lohn ab 1. Ja­nu­ar 2019 bei ca. 286 Eu­ro liegt) bei gleich­zei­tig ho­her Ver­füg­bar­keit von gut aus­ge­bil­de­ten Fach­kräf­ten. Ein Vor­teil für deut­sche In­ves­to­ren liegt zu­dem im Vor­han­den­sein von deutsch­spra­chi­gen Mit­ar­bei­tern und aus­ge­bil­de­ten Fach­kräf­ten mit Aus­lands­stu­di­um.

Auf­grund sei­ner geo­po­li­ti­schen La­ge zwi­schen West- und Mit­tel­eu­ro­pa und den asia­ti­schen Märk­ten bie­tet sich Bul­ga­ri­en als at­trak­ti­ver Stand­ort mit Dreh­schei­ben­funk­ti­on für das Bal­kan- und Nah­ost­ge­schäft an. Bei den welt­weit füh­ren­den Her­stel­lern ran­giert Bul­ga­ri­en auf ei­nem der vor­ders­ten Plät­ze als Stand­ort für Out­sour­cing von Pro­duk­ti­ons­ak­ti­vi­tä­ten. Nach den vor­läu­fi­gen Da­ten zeigt die In­dus­trie­pro­duk­ti­on ein Wachs­tum von 0,7 Pro­zent für das 3. Quar­tal 2018. Der Um­satz bei der In­dus­trie­pro­duk­ti­on und beim Ein­zel­han­del ver­zeich­net auch sta­bi­les Wachs­tum von 3,8 und 4,5 Pro­zent für den glei­chen Zeit­raum. Wirt­schaft­li­cher Zu­wachs wird beim Au­to­mo­ti­ve-Sek­tor, der IT-Bran­che und dem Out­sour­cing-Sek­tor an­ge­rech­net.
  

Wel­chen Her­aus­for­de­run­gen steht ein deut­scher Un­ter­neh­mer beim En­ga­ge­ment in Bul­ga­ri­en ge­gen­über?

Der aus­län­di­sche In­ves­tor stellt sich ver­schie­de­nen Her­aus­for­de­run­gen bei sei­nem En­ga­ge­ment in Bul­ga­ri­en. Die trä­ge Ver­wal­tung und Bü­ro­kra­tie sind da­bei die grö­ß­ten Hin­der­nis­se, die viel Zeit und Ge­duld in An­spruch neh­men. Wie auf je­dem aus­län­di­schen Markt sieht sich der In­ves­tor auch mit ei­ner un­ter­schied­li­chen Un­ter­neh­mens­kul­tur und ei­nem an­de­ren Rechts­sys­tem kon­fron­tiert.
 

Wel­chen Ein­fluss ha­ben Deutsch­land und die EU auf Bul­ga­ri­en?

Die Eu­ro­päi­sche Uni­on als ei­ne Sta­bi­li­täts­ge­mein­schaft mit ih­rem Bin­nen­markt oh­ne Gren­zen und Han­dels­schran­ken bie­tet Bul­ga­ri­en um­fang­rei­che Wirt­schafts­hil­fe, frei­en Ka­pi­tal­ver­kehr und Ar­beit­neh­mer­frei­zü­gig­keit. Mit ei­nem Schwer­punkt auf per­so­nen­be­zo­ge­nem Da­ten- und Kli­ma­schutz und durch un­ter­schied­li­che EU-För­der­pro­gram­me be­ein­flusst die EU die Richt­li­ni­en der po­li­ti­schen und so­zia­len Ent­wick­lung der In­nen­po­li­tik des Lan­des.

Bul­ga­ri­en be­trach­tet die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land als den zen­tra­len stra­te­gi­schen Part­ner in der EU. Seit Jah­ren hat sie sich als wich­tigs­ter Han­dels­part­ner Bul­ga­ri­ens po­si­tio­niert, was so­wohl für den Im­port als auch für den Ex­port gilt. Das Land ist mit sei­nem sta­bi­len In­ves­ti­ti­ons­kli­ma und mit vie­len deutsch­spra­chi­gen Ar­beit­neh­mern be­son­ders at­trak­tiv für die deut­schen In­ves­to­ren. Seit dem Bei­tritt der Re­pu­blik Bul­ga­ri­en zur Eu­ro­päi­schen Uni­on hat sich Deutsch­land mit gu­ten Aus­lands­stu­di­en­be­din­gun­gen und mit meh­re­ren Stel­len­an­ge­bo­ten als Ziel­ort von höchs­tem Rang für die Bul­ga­ren eta­bliert.
 

Wie wird sich aus Ih­rer Sicht Bul­ga­ri­en wei­ter­ent­wi­ckeln?

Bul­ga­ri­en ent­wi­ckelt sich so­wohl po­li­tisch als auch wirt­schaft­lich in die von der EU vor­ge­ge­be­ne Rich­tung. Dem­entspre­chend blei­ben die In­ves­ti­ti­ons­be­din­gun­gen auch künf­tig sehr gut.

 

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Minko Karatchomakov

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