Erfolgreich investieren in Moldau

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zuletzt aktualisiert am 3. April 2019

 

​​Wie schätzen Sie die derzeitige wirtschaftliche Lage in Moldau ein?

2018 hat sich in der Republik Moldau das positive Wachs­tum vom 2017 fortgesetzt. Die moldauische Wirtschaft ist um 3,8 Prozent gewachsen. Die Inflationsrate ist auf 5 Prozent abgesunken. Der Konsum wird durch steigende Löhne sowie durch die steigenden Gastarbeiterüber­wei­sungen angekurbelt. 2019 sind große öffentliche Investitionen zu erwarten. 2018 sind sowohl die Exporte als auch Importe zweistellig gestiegen, sodass die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage durchaus positiv einzuschätzen ist.

Wie würden Sie das Investitionsklima in Moldau beschreiben? Welche Branchen bergen großes Potenzial?

2018 war eine Belebung der Investitionen zu verzeichnen. Moldau hat einen verbesserten Zugang zu externen Finanzierungsquellen bekommen, sodass die öffentlichen Investitionen auch 2019 wachsen werden. Die moldauische Regierung setzt beim Ausbau der Straßeninfrastruktur an. Für die ausländischen Investoren bietet daher die Baubranche großes Potential. Nach wie vor bergen auch folgende Branchen großes Potenzial für ausländische Investoren:  
  • Landwirtschaft und Lebensmittel,
  • Fahrzeugbau,
  • Geschäftsdienstleistungen wie die Auslagerung von Geschäftsprozessen (Business Process Outsourcing),
  • Bekleidung und Schuhe,
  • Elektronik,
  • Informations- und Kommunikationstechnologien sowie
  • Maschinenbau.


Welchen Herausforderungen steht ein deutscher Unternehmer beim Engagement in Moldau gegenüber?

Moldau gehört zu den Länder mit relativ hoher Korruption und sehr schwacher Regierungs­führung. Die Infrastruktur ist noch nicht so gut entwickelt. Das Land benötigt eine Verbesserung der zivilen Infrastruktur, Durchführung von Strukturreformen, weitere Stabilisierung der politischen Situation und die Harmonisierung von nationalen mit EU-Standards.
 

Seit knapp 3 Jahren ist das Assoziierungsabkommen mit der EU in Kraft. Verzeichnen wir eine dynamische Entwicklung?

Moldau profitiert von der Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der EU. Das Land hat sehr große Fortschritte bei der wirtschaftlichen Stabilisierung erzielt und zudem Unterstützung von internationalen Partnern bekommen, um einige Reformen durchzuführen. Von großer Bedeutung für die moldauische Wirtschaft sind die von Jahr zu Jahr steigenden Exporte in die EU. Mittelweile mehr als die Hälfte alle Ausfuhren aus der Republik Moldau sind für die EU-Märkte bestimmt. Dank des Programms für die Unterstützung der kleinen Unternehmen ist es gelungen, viele neue Arbeitsplätze in der Republik Moldau zu schaffen.

Dennoch sind noch Defizite v.a. bei der Korruptionsbekämpfung und Durchführung der Justizreform zu verzeichnen.

Wie wird sich aus Ihrer Sicht Moldau weiterentwickeln?

Die Republik wird sich auch weiterhin der EU annähern und das Potenzial der EU-Assoziierung bzw. DCFTA nutzen, v.a. in Wirtschaftssektoren wie der Landwirtschaft- und Dienstleistungs­branche (einschließlich IT), aber auch in der Industrie.
 
Geografisch günstig zwischen der Ukraine und dem EU-Mitglied Rumänien gelegen, kann Moldau die Vorteile dieser besonderen Nähe zu Märkten der EU und GUS intelligent nutzen.

Grenzüberschreitende Projekte und Unternehmensaktivitäten eröffnen Geschäftsmöglichkeiten, von denen rumänische und andere europäische Firmen profitieren können.

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Klaus Kessler

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