Erfolgreich investieren in der Ukraine

zuletzt aktualisiert am 3. April 2019

  

Wie schätzen Sie die derzeitige wirtschaftliche Lage in der Ukraine ein?

Die wirtschaftliche Lage in der Ukraine verbessert sich konti­nu­ierlich von Jahr zu Jahr. 2018 war ein Zuwachs des BIP um ca. 3,1 Prozent zu verzeichnen. Der Privat­konsum ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Auch internationale Investoren interessieren sich immer mehr für den ukrainischen Markt, sodass ein Zuwachs von inter­nationalen Investitionen zu verzeichnen ist. Auch die ukra­inischen Unternehmen modernisieren eigene Betriebe, verbessern ihre Konkurrenz­fähigkeit und tragen zum Wirtschafts­wachstum bei. Es entstehen neue Arbeits­plätze und die Löhne steigen, was wiederum den privaten Konsum ankurbelt.

Wie würden Sie das Investitionsklima in der Ukraine beschreiben? Welche Branchen bergen großes Potenzial?

Die ukrainische Regierung hat seit 2014 sehr viele Reformen durchgeführt zur Verbesserung des Investitions­klimas. Es wurden sehr viele Gesetzesänderungen vorgenommen, um das Rechts­system an die EU-Standards anzugleichen. Seit 2016 steigt jährlich die Zahl der ausländischen Investitionen in der Ukraine. Dabei bietet das Land sehr große Investitionsmöglichkeiten. In den nächsten Jahren sollen die Ausgaben in die Verkehrs­infra­struktur erhöht werden. Es gibt sehr große Projekte für den Bau von Autobahnen, Schienennetzen oder Flughäfen. Dank sehr gün­stiger Klimabedingungen und gesetzlich festgelegter Einspeisevergütungen boomen zurzeit die Investitionen in Erneuerbare Energien. Auch andere Branchen bergen großes Potenzial, wie Ernährungswirtschaft, Metallurgie, Möbelindustrie, Holzverarbeitung oder Agrarsektor.

Welchen Herausforderungen steht ein deutscher Unternehmer beim Engagement in der Ukraine gegenüber?

Die ukrainische Rechtsordnung ändert sich sehr oft. V.a. im Bereich Steuerrecht gibt es ständig Über­arbeitungen, sodass die Unternehmer die gegenwärtige Rechtslage verfolgen müssen. Die Ukraine gehört weiterhin zu den Ländern in denen Korruption immer noch gegenwärtig ist, obwohl in den letzten Jahren viele Verbesserungen zu verzeichnen waren.

Wie weit ist die Ukraine mit der Digitalisierung?

Digitalisierung spielt auch in der Wirtschaft vor Ort eine sehr starke Rolle. Die Ukraine gehört zu den Innovations­ländern. Es existieren dort viele innovative Start-Up Unternehmen, die auch international wett­be­werbs­fähig sind. Die IT-Industrie befindet sich im Wachstum und ist ein wichtiges „Exportgut” geworden. Viele ausländische Firmen haben ihre IT-Abteilungen bereits in die Ukraine verlegt. Die Mobilnetzbetreiber bauen 3G und 4G Netze aus. Das Land ist flächen­deckend sehr gut mit den Mobilnetzen verbunden und auch kleine Ortschaften haben Netzzugang. Firmen aus allen Branchen und Sektoren haben sehr gut ausgebaute und funktionierende IT-Abteilungen. Nur so ist es ihnen möglich, auf dem globalen Markt konkurrenzfähig zu bleiben.

Wie wird sich aus Ihrer Sicht die Ukraine weiterentwickeln?

Das Jahr 2019 ist ein Jahr der Präsidenten- und Parlamentswahlen in der Ukraine. Abgesehen von den Wahlergebnissen ist aber davon auszugehen, dass die Ukraine ihrem Weg treu bleibt, Reformen umzusetzen und sich an die EU anzunähern. Das Wirtschaftswachstum folgt einem positivem Trend.

 

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