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Kirchweidach schafft Basis für Fernwärmenetz und großes Gewächshausprojekt aus Tiefengeothermie

  • In der Gemeinde in Südbayern entstehen über 100 neue Arbeitsplätze
     
München, 08.03.2013: Die Gemeinde Kirchweidach und die GEOenergie Kirchweidach (GEK) haben eine deutschlandweit einmalige Vereinbarung für den Aufbau einer eigenständigen Wärmeversorgung aus Tiefengeothermie unterzeichnet. Die GEK, ein Projektentwickler mit dem Schwerpunkt Tiefengeothermie, wird mittels des ca. 127 Grad heißen Tiefenwassers elektrischen Strom und Wärme gewinnen. Kirchweidach liegt über dem Molassebecken, einer Region im bayerischen Voralpenland mit reichen Heißwasserquellen, die geothermisch genutzt werden können. Die Vereinbarung ist gestern in Kraft getreten.
 
Der Vertrag hat eine Laufzeit von mehr als 20 Jahren und sichert der GEK eine Wertschöpfung von mehr als 20 Mio. Euro. Bürgermeister Krumbachner sieht im Abschluss des Vertrages „einen Meilenstein. Langfristig werden nun über 100 neue Arbeitsplätze entstehen und wir starten in eine energieautarke Zukunft.” Rödl & Partner hat bei diesem Pilotprojekt die komplette rechtliche und wirtschaftliche Betreuung unter der Federführung von Associate Partner Benjamin Richter übernommen. Bei der Vertragsgestaltung beriet Rechtsanwalt Peter Thomas Schreier aus dem Energierechtsteam von Rödl & Partner.
 
Die vertraglich gesicherte Energie wird für ein zu errichtendes kommunales Fernwärmenetz für die Gemeinde Kirchweidach im Südosten von Oberbayern und die Versorgung einer großen dort geplanten Gewächshausanlage zur Tomatenproduktion reichen. Dies ist nur möglich, da die günstige und preisstabile Wärme aus Tiefengeothermie genutzt werden kann. Bei der Tomatenproduktion werden bis zu 25.000 t CO² pro Jahr gespart, für eingesparte Transporte z. B. aus den Niederlanden oder Spanien weitere bis zu 1.500 t CO² pro Jahr oder 400.000 km LKW-Transporte. 
 
Der erzeugte Strom soll nach Maßgabe des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) in das Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist werden. Die Inbetriebnahme der Stromproduktion ist für Frühjahr 2015 geplant. Bernhard Gubo, Geschäftsführer der GEK: „Die zusätzlichen Einnahmen des Wärmeverkaufs verbessern die Wirtschaftlichkeit unseres Projektes und erhöhen das positive Image der Tiefengeothermie.”
 
Zusätzlich zur Versorgung des Gewächshausprojektes plant die Gemeinde Kirchweidach für das Gemeindegebiet die Errichtung und den Betrieb eines Fernwärmenetzes, mit welchem zukünftig Anschlussnehmer im Versorgungsgebiet mit bereitgestellter Fernwärme versorgt werden sollen.
 
„Erstmalig wurde in Deutschland ein solch innovativer Wärmeliefervertrag erarbeitet. Die Vorgehensweise hat Modellcharakter für eine große Anzahl vergleichbarer Projekte in Deutschland und im Ausland. Das Projekt hat herausragende Bedeutung für die Branche der Tiefengeothermie”, erklärt Benjamin Richter, Projektleiter von Rödl & Partner.
 
Die Vertragspartner hatten sich bereits im Wege eines Vorvertrages vom 06.12.2011 auf eine Option zur Wärmeversorgung verständigt. Im Zuge der Vertragsverhandlungen mussten viele Details für die langfristige Zusammenarbeit geregelt werden, so z. B., dass die GEK Kirchweidach bereits vor Inbetriebnahme des Geothermiekraftwerks die tiefengeothermische Dublette zur eigenverantwortlichen Thermalwasserförderung zur Verfügung stellen wird.
 

Berater Gemeinde Kirchweidach:

Rödl & Partner München

Benjamin Richter, Dipl.-Betriebswirt (FH), Associate Partner (Federführung)
Katharina Fritsch, Senior Associate
Rafael Schmidt, Associate
 

Rödl & Partner Nürnberg

Kai Imolauer, Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH), Associate Partner (wirtschaftlich-technische Beratung)
Peter Thomas Schreier, Rechtsanwalt (Vertragsrecht, Energierecht)

 

 Kontakt

Anton Berger

Diplom-Ökonom, Diplom-Betriebswirt (FH)

Partner

+49 (911) 91 93 – 36 01
+49 (911) 91 93 – 96 01

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Benjamin Richter

Diplom-Betriebswirt (FH)

Associate Partner

+49 (89) 92 87 80 - 35 0
+49 (89) 92 87 80 - 30 0

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