Weichen stellen: Covid-19 (Coronavirus) und IT

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veröffentlicht am 9. März 2020 | Lesedauer ca. 3 Minuten

 

Mit welchen Auswirkungen ist bei der eigenen IT zu rechnen und welche Möglich­keiten bieten sich für Unternehmen?

 

Es zeigt sich immer mehr, dass das Coronavirus ein weltweites Problem darstellt: Zunächst betrifft es die Menschen; wird im nächsten Schritt aber auch Auswirkungen auf die Unternehmen haben. Grundsätzlich muss man feststellen, dass eigentlich jedes Un­ter­nehmen betroffen sein kann – oder sogar wird. Die Frage ist, wie sich der Covid-19 auf die IT auswirkt. Kann die IT dazu beitragen, die Krise besser zu bewältigen?

 

 

Ein wesentlicher Schritt zur Bewältigung einer Krise ist, dass das Unternehmen sich auf die Krise vorbereitet. Der Krisenstab muss mit ausreichender Informationsbeschaffung über die Entwicklung von Covid-19 die Auswirkungen auf die IT und mit ihr auf die Unternehmensprozesse bewerten. Die Bewertung muss so angelegt werden, dass sie im Krisenfalle laufend aktualisiert wird.

 

 

 

Die Risikoanalyse – und -bewertung – sollte sich mit Blick auf Covid-19 maßgeblich auf den Ausfall von Mitarbeitern in der IT bzw. an wesentlichen Stellen mit IT-Know-how, die die wichtigen Kernprozesse im Unternehmen stützen, fokussieren. Dabei muss das aus der IT stammenden Risiko in das unternehmensweite Reporting (Dashboard) eingebettet werden.

 

Sofern das Unternehmen zu den Unternehmen gehört, die unter die Regelung des IT-Sicherheitsgesetzes (KRITIS) fällt, kann es auf die vorhandenen Risikoanalysen zurückgreifen und diese ggf. aktualisieren.

 
Dabei gilt es, Kopf-Monopole in der IT zu identifizieren bzw. ob bei einem Ausfall von einzelnen (ggf. sogar vertretungslosen) Mitarbeitern der IT-Betrieb und somit wesentlich Geschäftsprozesse nicht mehr ausreichend sichergestellt werden kann.

 

  
 

Elementar ist es, wenn zentrale Funktionen rund um die IT, Informationssicherheit und Datenschutz ausfallen. Eine Katastrophe kommt selten allein.

 

 
 
Das betrifft meist auch wesentliche Change- und Migrations- sowie Entwicklungsprojekte. Oft hängen Go-Lives nur von wenigen Personen in einem Unternehmen ab.

 

Lesen Sie dazu mehr im Beitrag „Folgen für IT-Projekte”.

 
 
Die Gefährdung durch den Ausfall von Dienstleistern muss zwingend in die Risikoanalyse aufgenommen werden. Es gehören neben den IT-Dienstleistern, diejenigen dazu, die den RZ-Betrieb übernommen haben und auch die Dienstleister, die z.B. für die Wartung der für den IT-Betrieb der IT-Systeme relevant sind. Dazu ist es notwendig, ein Reporting der Risikolage des Dienstleisters an das Unternehmen mit aufzunehmen.

 

 
 
Nicht zu unterschätzen ist, dass im Falle eines Notfalls Kontrollen und Sicherheitsmaßnahmen in den Geschäftsprozessen ggf. nicht mehr wirksam sind. Das bietet Tür und Tor für dolose Handlungen.

 

 

 

Die IT bietet daneben auch die Möglichkeit, die Verbreitung von Corona im eigenen Unternehmen zu verhindern. Prominente Beispiele sind hier sicherlich

  • Homeoffice;
  • Tele-Meetings vom isolierten Arbeitsplatz;
  • Reduzierung von Veranstaltungsbesuchen durch vermehrte Nutzung von Webinaren;
  • Umlenkung von Schulungsleistung auf eLearningplattformen;
  • U.v.m.

 

In verteilten IT-Systemen kommt zudem eine Möglichkeit hinzu, komplette Geschäftsprozesse ggf. über andere Unternehmensteile „umzulenken“. Beispiele wären wie folgt

  • Verteilung von Vertriebsaktivitäten über andere Standorte mittels Umlenkung von Telefonie- und Mailingaktionen;
  • Einbindung von Call-Center zur Entlastung der eigenen Vertriebsstrukturen;
  • Übernahme von Auftragsannahme und –abrechnung durch andere Unternehmensteile, ggf. sogar über Landesgrenzen hinweg;
  • Übernahme von Teilprozessen aus dem Debitoren- und Mahnprozess durch andere Standorte
  • Etc.

 

Die Risiken in der IT, aber auch die Möglichkeiten mit der IT den Risiken im Unternehmen zu begegnen, sind umfassend; so auch die Vorbereitung und  Umsetzung im Rahmen eines Krisenteams. Falls im Unternehmen zur Koordination oder Konzepterstellung wenig Ressourcen vorhanden sind, empfiehlt es sich, das Krisenteam von Rödl & Partner mit einzubeziehen.

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