Digitalisierung und E-Commerce: Ein Erfahrungsbericht aus der Wirtschaftsprüfung

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zuletzt aktualisiert am 4. November 2015
 
Die Digitalisierung ist der neue Megatrend. Schlagworte wie „Big Data”, „Industrie 4.0” und „Cloud-basierte Datawarehouse-Lösungen” verkünden einen bedeutenden Wandel im gesamten Wirtschaftsleben. Auch die Wirtschaftsprüfung ist davon betroffen. Sei es unbewusst, da Datenräume mittlerweile intuitiv genutzt und Dokumente bereitgestellt werden – oder bewusst, z.B. bei der sog. „papierlosen” Prüfung oder wenn Unternehmen sensible Daten verschlüsseln und Analysesoftware einsetzen. Manche Mandanten haben den tragbaren Drucker bereits gegen den mobilen Scanner getauscht. Händisch geprüfte Papierbelege weichen immer öfter digitalen Mandanten-Daten.
 

Die Wirtschaftsprüfung im E-Commerce-Bereich

Neben den veränderten Prüfungsverfahren beobachten wir zudem im Markt, wie die Digitalisierung die Welt der kleinen und mittleren Unternehmen verändert. Es entstehen vermehrt Start-ups, die innovativ den digitalen Trend nutzen oder sogar versinnbildlichen. Insbesondere Geschäftsmodelle im Bereich „E-Commerce” – also internetbasierte Bestellplattformen – gibt es mittlerweile viele in unserer Mandantschaft.
 
Unsere E-Commerce-Mandanten haben typische Prüfungsschwerpunkte und -feststellungen: Das ist zum einen das Matching von Forderungen bei Massentransaktionen im Online-Handel mit den entsprechenden Einzahlungen; zum anderen die Entscheidung über das Forderungsmanagement:
  • Soll ein Mitarbeiter eingestellt werden, der das Forderungsmanagement verantwortet?
  • Oder soll komplett outgesourct werden?
 
Immanente Fehlerquellen, die uns oft begegnen:
  • Beurteilung der handelsrechtlichen Abbildung von Kapitalrunden durch Venture-Capital-Geber im Eigenkapital,
  • Fragen zum Untergang steuerlicher Verlustvorträge bei Gesellschafterwechseln und
  • korrekte Periodenabgrenzung in den Umsatzerlösen.
 
Deutlich häufiger stellt sich die Frage, ob selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände aktivierbar sind. Hierbei wollen v.a. Start-ups die Spielräume möglichst weit ausnutzen, um sich gegenüber Investoren produktiv und innovationsstark zeigen zu können.
 

Der Wirtschaftsprüfer wird zum Berater

Bei all diesen Themen müssen Wirtschaftsprüfer immer öfter als Berater auftreten, um den Mandanten konstruktiv für bilanzielle Risiken zu sensibilisieren.
 
Eine Jahresabschlussprüfung deckt Fehler bei der Erstprüfung von Gesellschaften auf und ermöglicht es, dass der Wirtschaftsprüfer als Sparringspartner der Geschäftsführung agiert sowie bei komplexen Themen hilft. So können die Gründer/Geschäftsführer vom Know-how des Wirtschaftsprüfers profitieren: Die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsprüfer und Mandant basiert auf Vertrauen, auch hinsichtlich künftiger Finanzierungsrunden. Eine unserer Kernaufgaben ist es, bei der Einführung eines angemessenen (IT-basierten) internen Kontrollsystems zu unterstützen.
 
Unsere Erfahrung zeigt: Geprüfte Jahresabschlüsse von jungen Unternehmen stärken das Vertrauensverhältnis zwischen Kapitalgebern und den Unternehmen. Dies ist ein sehr großer Vorteil bei künftigen Finanzierungsrunden mit neuen Kapitalgebern – besonders im digitalen Zeitalter.

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