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Jung, kreativ & innovativ – Die internationale Start-up-Landschaft

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veröffentlicht am 14. Oktober 2020 / Lesedauer ca. 3 Minuten
 

Mit dem Stichwort Start-up assoziieren viele Menschen das Flair einer alten Garage oder technisch affine Jugendliche, die im Keller eine Idee ausbrüten. Der Duden definiert Start-ups als „neu gegründete Wirtschaftsunternehmen”. Das ist sehr breit gefasst und berücksichtigt nicht den erfrischenden Charakter. Der „Bundesverband Deutsche Startups e.V.” legt für Start-ups folgende Kriterien an: „...sind jünger als zehn Jahre, haben ein geplantes Mitarbeiter-/Umsatzwachstum und/oder sind (hoch) innovativ in ihren Produkten/Dienstleistungen, Geschäftsmodellen und/oder Technologien.”
 

Inspiration und Antrieb finden viele Entrepreneure in berühmten Pionieren: Elon Musk und Steve Jobs gelten laut einer Bitkom-Studie als Vorbilder.

  

  

Allgemeines zur Szene in Deutschland

In der ersten Jahreshälfte 2019 wurden in Deutschland insgesamt 1.033 Start-ups gegründet. Im Schnitt sind das 40 neue Jung-Unternehmen pro Woche. Mit über 7,4 Gründungen pro 100.000 Einwohnern erfolgten im gleichen Zeitraum mit Abstand die meisten im Bundesland Berlin. Gefolgt von Hamburg (3,3) und Bremen (2,0). Die fünf beliebsten Branchen, in denen sich Start-ups ansiedeln, waren in absoluten Zahlen:

  • Software (215)
  • Medizin (108)
  • Lebensmittel (62)
  • Hardware (62)
  • Industrie (57) 


  

„It's really hard to design products by focus groups. A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.” Steve Jobs  (Apple-Gründer) 

 

Frauenquote

Bei Gründungen sind Frauen nach wie vor in der Minderherheit. Laut F.A.Z. wurden in Deutschland nur 4 Pro­zent der seit dem Jahr 2008 gegründeten Start-ups von Frauen ins Leben gerufen; bei 10 Prozent war eine Frau an der Gründung beteiligt (Stand: 2019).
 

IT- UND INTERNET-START-UPS

In einer Bitkom-Studie wurden 2019 insgesamt 321 IT- und Internet-Start-ups in Deutschland befragt. Sie ergab, dass die meisten Entrepreneure „Software as a Service” anbieten. Zudem beschäftigen die jungen Unternehmen im Schnitt 15 Mitarbeiter. Diese – Nicht-Gründer – sind häufig selbst am Start-up mit eigenen Anteilen beteiligt. In den ersten Jahren benötigen die Start-ups ca. 3,2 Mio. Euro Kapital. Laut der Erhebung besteht Konsens, dass in Deutschland zu wenig Venture Capital für Start-ups am Markt verfügbar ist.
 
8 von 10 Start-ups arbeiten mit etablierten Unternehmen zusammen und entwickeln gemeinsam Produkte bzw. Dienstleistungen.
 

Internationale Perspektive

Betrachtet man die internationale Start-up-Szene, fällt der Blick sehr schnell auf das amerikanische Silicon Valley, das sich zu einem Mekka für Gründer entwickelt hat. Das Fundament der ansässiges Start-up-Kultur bilden die Nähe zu renommierten Forschungseinrichtungen, wie der Stanford University, leicht verfügbares Wagniskapital, eine gelassenere Einstellung zum Scheitern sowie die Tech-Fokussierung der Region.
 

Doch auch andere Länder ziehen mit Start-up-Hotspots nach: Israel hat sich bspw. zum Innovationszentrum mit der weltweit höchsten Start-up-Dichte entwickelt. Ein weiteres Beispiel ist der chinesische „Innoway“. In der nur 200 Meter langen Straße gibt es eine besonders hohe Zahl an sog. „Unicorns“. So bezeichnet man Start-up-Unternehmen, die mind. mit 1 Mrd. US-Dollar bewertet werden. Dabei sind es besonders drei Faktoren, die die Entwicklung der chinesischen Start-up-Szene fördern: Die offene Mentalität gegenüber neuen Geschäfts­modellen, die staatliche Förderung sowie die hohe Anzahl von Wagniskapitalfirmen in China.
 

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„If you're trying to create a company, it's like baking a cake. You have to have all the ingredients in the right proportion.” Elon Musk (Mitbegründer von Tesla, SpaceX, Neuralink und The Boring Company)

  

 

Quellen: F.A.Z., roedl.de, Startupdetector, Focus Online, Handelsblatt, Junge-Gründer, Bitkom, Bundesverband
Deutscher Startups e.V.

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