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Erfolgreich investieren in Slowenien

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zuletzt aktualisiert am 28. Juni 2022 | Lesedauer ca. 3 Minuten


 

 

​​Wie schätzen Sie die derzeitige wirtschaftliche Lage in Slowenien ein?

Im Jahr 2021 betrug das Wirtschaftswachstum in Slowenien zwischen 7 und 8 Prozent, was sehr hoch ist und über den Erwartungen liegt. Die slowenische Wirtschaft erholt sich mit Unterstützung umfangreicher Maßnahmen rasch und überschritt bereits das Vorkrisenniveau. Dadurch blieb eine relativ stabile materielle und finanzielle Position der Bevölkerung erhalten. Einen wichtigen Beitrag dazu leisteten Maßnahmen zur Abmilderung der Auswirkungen der Epidemie. Damit übernahm der Staat erhebliche Belastung. Die vom Staat getragene Last der Epidemie spiegelte sich in dem hohen gesamtstaatlichen Defizit und dem Anstieg der Staatsverschuldung wider. 

Momentan (Juni 2022) verzeichnet Slowenien eine Inflation von 8,1 Prozent, was v.a. auf die steigenden Preise von Erdölprodukten und Lebensmitteln zurückzuführen ist. Die Preise für Diesel stiegen um 40,6 Prozent und die Preise für Benzin um 34,8 Prozent. Die Preise für tierische Produkte stiegen auf Jahresbasis im Durchschnitt um 25,1 Prozent, während die Preise pflanzlicher Produkte durchschnittlich um 34,4 Prozent stiegen. Der Hauptgrund hierfür ist der Krieg in der Ukraine. Steigende Kraftstoffpreise haben einen großen Einfluss auf den Transportsektor und führen zu höheren Preisen für Dienstleistungen. Der Anstieg der Preise für Transportdienstleistungen verursacht folglich eine Spirale von Preissteigerungen in anderen Sektoren und einen Preisanstieg für die meisten Produkte und Dienstleistungen in der Wirtschaft. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vorjahr aber weiter gesunken und zwar auf den bisher niedrigsten Stand.  

​​Wie würden Sie das Investitionsklima in Slowenien beschreiben? Welche Branchen bergen großes Potenzial?

Umfangreiche EU-Hilfe mit dem Titel „Next Generation der EU“, die im Juli 2020 vereinbart wurde, zielt insbesondere darauf ab die Entwicklungsherausforderungen der Digitalisierung und grünen Transformation auch durch die Förderung der Investitionstätigkeit anzugehen.
Im ersten Quartal dieses Jahres gab es ein hohes Wachstum der Investitionen im Vergleich zum Vorjahr, wobei der Bau von Geschäftsgebäuden, Wohngebäuden und Tiefbauarbeiten in diesem Jahr schneller anzieht.

​​Vor welchen Herausforderungen stehen deutsche Unternehmen bei ihrem Engagement in Slowenien?

Wie alle Unternehmen, egal ob slowenische oder ausländische, sind auch die deutschen Unternehmen in Slowenien mit steigenden Arbeitskosten konfrontiert. Die Arbeitskosten pro tatsächlich geleisteter Arbeitsstunde stiegen nämlich auf Jahresbasis bei den meisten Tätigkeiten an. Im ersten Quartal 2022 lagen sie im Durchschnitt um 0,8 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. 

​​Wie wird sich aus Ihrer Sicht Slowenien weiterentwickeln?

Für dieses Jahr wird ein Wirtschaftswachstum von 4,2 Prozent prognostiziert. Das ursprünglich prognostizierte Wachstum von 4,7 Prozent wurde wegen des Krieges in der Ukraine reduziert. Das Wirtschaftswachstum wird in diesem Jahr großenteils vom Wachstum des Inlandsverbrauchs abhängig sein, während sich das Wachstum des privaten Konsums auch unter dem Einfluss einer höheren Inflation verlangsamen wird. Durch die Aufhebung der Eindämmungsmaßnahmen wird sich der Konsum von Dienstleistungen intensivieren der bislang aufgrund von Einschränkungen im Zusammenhang mit der epidemischen Situation noch weit hinter dem Niveau von 2019 zurückblieb. Die Inflation wird dieses Jahr relativ hoch sein. Steigende Berufstätigkeit und sinkende Arbeitslosigkeit werden sich fortsetzen. Die größten Risiken für die Realisierung von Prognosen liegen im Kriegsverlauf und in den Energiepreisen. Die Situation im Zusammenhang mit der Epidemie bleibt ebenfalls weiterhin ein Risiko, ein immer größer werdendes Risiko stellen jedoch die Lieferketten dar. 

Kontakt

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Radu-Dragos Dobrescu

Diplom-Kaufmann, MBA, Auditor, Tax Consultant, CPA (Rumänien)

Partner, Niederlassungsleiter

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