Neues Megaprojekt: VW legt Türkei-Pläne auf Eis

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​zuletzt aktualisiert  am 15. Oktober 2019 | Lesedauer ca. 2 Minuten

 

Laut Medienberichten hat VW seine jüngst mitgeteilten Pläne zur Durchführung eines Megaprojekts in der Türkei vertagt. Das Unternehmen beobachte die gegenwärtige Lage sorgfältig und blicke mit Sorge auf die derzeitige Entwicklung. In Manisa, eine in der ägäischen Region gelegene Provinz, sollte das neue VW-Werk für 1,3 Mrd. Euro gebaut werden.

 

 

Wenngleich die hohe Inflation, der Wertverlust der türkischen Lira sowie die jüngsten politischen Ereignisse das Investitionsklima im Lande eintrüben, bleibt die Türkei als das strategische Zentrum zwischen Europa und Asien mit ihrem weiterhin vorhandenen Wirtschaftspotenzial, großen Binnenmarkt sowie qualifizierten, wettbewerbsfähigen und dennoch vergleichsweise günstigen Arbeitskräften nach wie vor konkurrenzfähig und weckt das Interesse von ausländischen Investoren.

 

Die Türkei gehört aufgrund ihres starken Bruttoinlandsprodukts zu den G20-Ländern. Trotz der rückläufigen Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in den Jahren 2018 und 2019, liegt das BIP-Wachstum weiterhin im positiven Bereich. Es wird erwartet, dass sich die Konjunktur nach der Depression in 2019 wieder erholt und in die Aufschwungsphase eintritt. Nachfolgend sind die in 2017 und 2018 realisierten sowie die bis 2021 seitens der Weltbank sowie des türkischen Finanzministeriums prognostizierten BIP-Wachstume gegenüber dem Vorjahr dargestellt:

 

 

Der Grundstein der Automobil- und Zuliefererindustrie in der Türkei wurde bereits zu Beginn der 60er Jahre gelegt. Angefangen mit der Montage von Automobilteilen konnte sich die Industrie bis zur Forschung und Entwicklung sowie Produktion mit hohen Kapazitäten stark weiterentwickeln. Die größten Automobil-, LKW- und Bushersteller wie Toyota, Renault, Honda, Hyundai, Ford, Fiat, Mercedes-Benz, MAN und Isuzu sind vor Ort vertreten. Die Türkei ist das Kraftfahrzeugherstellerland Nummer 14 auf der Welt und gehört zu den fünf größten in Europa.

 

Des Weiteren sind mehr als 250 internationale Zulieferer im türkischen Markt vertreten. Die in der Türkei aus der Automobilindustrie vertretenen Unternehmen, sowohl Hersteller als auch Zulieferer, zeigen in diesem Markt hohe Zufriedenheit.

 

Diverse Investitionen werden durch die türkische Regierung gefördert. Es werden staatliche Investitionsprogramme speziell zur Anregung von Investitionen entworfen. Investoren profitieren von diversen Förderungen wie der Mehrwertsteuerbefreiung, Zollbefreiung, Prämienunterstützung (Arbeitgeberanteil), Zinszuschüsse und Flächenallokation. Vor allem Unternehmen mit einem Investitionsförderzertifikat können in hohem Maße Begünstigungen, Zuschüsse u.a. erhalten.

 

Der Eintritt in den türkischen Markt erfordert angefangen von der Auswahl der Rechtsform bis hin zur laufenden Beratung nach Beginn der Geschäftstätigkeit professionelle Unterstützung durch kompetente und erfahrene Berater. In der Türkei können grundsätzlich Personengesellschaften, Kapitalgesellschaften, Verbindungsbüros sowie Zweigniederlassungen gegründet werden, wobei die Besonderheiten und Vorteile sowie Nachteile jeder Rechtsform individuell ist. Tendenziell wird die Gründung einer Kapitalgesellschaft empfohlen aber die Gründung einer Zweigniederlassung eines ausländischen Unternehmens ist auch möglich.

 

Rödl & Partner ist mit einem mehrsprachigen interdisziplinär arbeitenden Team aus Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern in Istanbul und Izmir vertreten. Die Entfernung zwischen Izmir und Manisa beträgt ca. 40 km. Wir betreuen viele wichtige Automobilzulieferer in dem Bereich der Steuer- und Rechtsberatung sowie Wirtschaftsprüfung, Steuerdeklaration und BPO. Unsere Kenntnis der lokalen Anforderungen und der besonderen Fragestellungen deutscher Investoren garantiert die optimale Betreuung unserer Mandanten am türkischen Markt.

 

Zum Interview mit Martin Wambach und Prof. Dr. Metin Sağmanli »

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