Ukraine: Wirtschaftsüberblick in Zeiten der Vorbereitungen auf das Champions League-Finale

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veröffentlicht am 24. Mai 2018

 

Das Finale der „Königsklassen-Saison 2018” findet am kommenden Samstag (26. Mai 2018) in der ukrainischen Hauptstadt Kiew im Olympiastadion statt. Es bietet Platz für 70.000 Besucher. Nach vielen Jahren geprägt von politischen Unruhen und wirtschaftlicher Flaute, gewinnt die Ukraine wieder das Vertrauen von  internationalen Besuchern und v.a. von internationalen Investoren. Die Ukraine befindet sich zwar noch am Anfang eines langen Weges, aber das Interesse des Auslands wächst von Jahr zu Jahr.

 

 

In den letzten Jahren hat die ukrainische Regierung sehr viele Maßnahmen unternommen,  das Investitionsklima zu verbessern. Es wurden zahlreiche Reformen durchgeführt, um die Bedingungen für die Investoren zu erleichtern. Die Bekämpfung der Korruption, Gesetzesänderungen und die Anpassung der Gesetzgebung an die europäischen Standards, sind weitere Veränderungen, die für die positive Entwicklung der Ukraine sprechen. Langfristig will die ukrainische Regierung weitere wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben, etwa die Energiesicherheit des Landes gewährleisten, die Privatisierung der Staatsunternehmen fördern, eine bessere Infrastruktur aufbauen und die ukrainische Industrie durch Modernisierung der Betriebe befeuern. In all diesen Bereichen stecken große Chancen für deutsche bzw. ausländische Investoren.

 
Im Jahr 2014 hat die Ukraine Assoziierungsabkommen mit der EU unterzeichnet. Seitdem gehören die Länder der EU zu den wichtigsten Handelspartnern der Ukraine. Die Ukraine hat somit Zugang zu  fast 500.000 Mio. Konsumenten erhalten, die Zölle wurden beseitigt und das Land hat sich verpflichtet, die Rechtsvorschriften an die europäischen Standards anzupassen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des DCFTA zwischen der EU und der Ukraine sind für beide Parteien positiv. Das zeichnet sich besonders im ukrainischen Außenhandel ab:  Er entwickelt sich sehr positiv und im 1. Quartal 2018 ist ein Anstieg der Exporte von Waren sowie Dienstleistungen um 9,1 Prozent auf 13,6 Mrd. US-Dollar zu verzeichnen. Die Importe legten um 11,3 Prozent auf 13,7 Milliarden US-Dollar zu. Nach wie vor ist die EU der wichtigste Markt für die Ukraine. Exportiert wurden v.a. landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie Produkte der Chemie- und Leichtindustrie, Holzindustrie und Maschinen. Wegen des großen Nachholbedarfs ist der ukrainische Markt sehr aufnahmewillig und -fähig, was wiederrum eine interessante Exportdestination für deutsche Firmen darstellt.

 
Deutsche Investoren haben die Ukraine bereits vor mehreren Jahren als Investitionsmarkt entdeckt und gehören zu den größten Playern im Land. In 2017 belief sich das Investitionsvolumen der deutschen Firmen in Deutschland auf 1,7 Mrd. US-Dollar. Deutsche Investoren kommen aus den Branchen, die hohen Aufwand der Handarbeit bedürfen. Das sind u.a. die Automobilzuliefererbranche, der Einzelhandel sowie die Lebensmittel-, Möbel, Kühlschrank-, Bekleidungs- und Chemiebranche. Zu den attraktivsten Wirtschaftssektoren in der Ukraine gehören die Nahrungsmittelindustrie sowie die Land- und Forstwirtschaft. In diesen Bereichen gibt es sehr gute Marktchancen für die Lieferung von Maschinen, Chemieprodukten, etc.

 
Seit 2016 wächst die ukrainische Wirtschaft kontinuierlich. In 2017 war ein Wachstum um 2,1 Prozent zu verzeichnen. Nach Angaben des Statistikdienstes in der Ukraine ist sie im 1. Quartal 2018 um 3,1 Prozent gegenüber dem 1. Quartal des Vorjahres gewachsen. Nach Schätzungen sollte die ukrainische Wirtschaft in 2019 um 3,6 und in 2020 um ca. 4,0 Prozent wachsen. Das bedeutet weitere Investitionen, Zuwachs von Arbeitsplätzen und eine Steigerung der Kaufkraft der Bevölkerung.

 
In den letzten 6 Jahren erreichte die Ukraine die größten Fortschritte in der Verbesserung des Investitionsklimas. Im Jahr 2013 belegte die Ukraine im Ranking der Doing Business Platz 130 (von insgesamt 170 Plätzen). Im Jahre 2016 erreichte sie Platz 80 und im 2017 Platz 79. Das beweist die positive Entwicklung als Investitionsort und deutet auf die positive Geschäftsentwicklung und ein Wachstum der Wirtschaft hin.

 

Fazit

Es lohnt sich, die Ukraine in den Fokus zu nehmen – und zwar langfristig. Nicht nur wegen des Champions League-Finales. Alle, die zu diesem Zeitpunkt Kiew besuchen, werden sich selbst davon überzeugen können, dass das wirtschaftliche Wachstum auch auf den Kiewer Straßen spürbar ist. Das Champions League-Finale wird eine großartige Werbung für die Ukraine sein und die Menschen vor Ort freuen sich auf das Ereignis. ​

 

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