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Country-by-Country Reporting (CbCR): 6 neue Länder unterzeichnen automatischen Informationsaustausch

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zuletzt aktualisiert am 12. Mai 2016

 

Am 12. Mai 2016 haben die Länder Kanada, Island, Indien, Israel, Neuseeland und die Volksrepublik China das sog. Multilateral Competent Authority Agreement (MCAA) unterschrieben. Das MCAA ermöglicht den automatischen Austausch des Country-by-Country Reporting (CbCR) zwischen den Finanzverwaltungen. Mit den neuen 6 Unterzeichnern ist die Zahl der Länder auf 39 gestiegen. Bisher haben Länder wie Australien, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Malaysia, Mexiko, Polen, Spanien, Schweiz und UK das CbC MCAA unterzeichnet.
 
Das CbC MCAA wird den Unterzeichnern einen bilateralen und automatischen Austausch der CbCR untereinander ermöglichen und damit zu einer erheblichen Steigerung der Transparenz führen. Gemäß BEPS Maßnahme 13 ist das CbCR teil des sog. „three-tiered approach” (dreistufiger Dokumentationsansatz) aus Master file, Local file und CbCR.
 
Das CbCR soll zur allgemeinen Risikoabschätzung der Verrechnungspreisgestaltung von international vertretenen Unternehmensgruppen und zur Vermeidung von BEPS dienen. Insofern wird es für jedes Steuergebiet, in denen die Unternehmensgruppe tätig ist, aggregierte Informationen zur Einkünfteverteilung (externe Dritte, verbundene Unternehmen), zu Vorsteuergewinnen, zu bereits gezahlten und noch zu zahlenden Ertragsteuern, zur Zahl der Beschäftigten, zum ausgewiesenen Kapital, bezüglich einbehaltener Gewinne und zu materiellen Vermögenswerten ausweisen. Folglich wird das CbCR den Steuerbehörden eine breite Einsicht ermöglichen, in welchen Ländern u.a. die Wertschöpfungstreiber allokiert sind und in welchen Jurisdiktionen maßgeblich Steuern bezahlt und geschuldet werden.
 

Hintergrund

Am 5. Oktober 2015 veröffentlichte die OECD nach mehr als zwei Jahren das Maßnahmenpaket gegen „Base Erosion and Profit Shifting” (BEPS). Hintergrund der gemeinsamen Initiative gegen Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung von der OECD und den G20 Staaten waren zunehmende steuerliche Herausforderungen, mit denen sich Regierungen konfrontiert sahen. Besonders multinationale Unternehmen standen in den letzten Jahren immer wieder scharf in der öffentlichen Kritik, vorhandene Gesetzeslücken in nationalen Steuersystemen gezielt auszunutzen, um weniger Gewinne zu versteuern bzw. diese bewusst in Länder mit niedrigen Steuersätzen zu verlagern. Die OECD schätzt, dass wegen BEPS jährlich ca. 100 bis 240 Milliarden USD an potentiellen Steuereinnahmen weltweit verloren gehen. 

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Stefan Bolwerk

Diplom-Kaufmann

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