Gut gerüstet im interkulturellen Austausch – Herausforderungen durch Covid-19

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veröffentlicht am 9. Juni 2020 
 

No business as usual: Das Coronavirus verändert unsere Lebenswelt und damit auch unsere Umgangsformen. Ein Umdenken wird notwendig: Handschütteln – bisher ein Zeichen von Respekt und Wertschätzung – wird zur hygienischen Falle. Um den Gegenüber und sich selbst zu schützen, ist Abstand zu wahren – zugleich muss man Wege finden, trotz Mundschutz Freundlichkeit auszustrahlen.

 
Viele Geschäftsleute können – zumindest temporär – ihre internationalen Beziehungen nur noch via Video pflegen. Worauf es im interkulturellen Austausch in Zeiten von Covid-19 ankommt, zeigen wir Ihnen am Beispiel ausgewählter Länder:

  

  

Indien

Videokonferenzen werden in Indien gern mit Small Talk begonnen. Gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, d. h. direkt geschäftliche Themen anzuschneiden, wird als unhöflich empfunden. Auch auf passende Business-Kleidung wird großen Wert gelegt – das sollten Sie auch im Home Office berücksichtigen. Außerdem verfügen indische Geschäftspartner über ein gutes Geschick, die eigenen Interessen durchzusetzen. Bereiten Sie sich daher für die Verhandlungsführung entsprechend vor.

 

China

Bei der Zusammenarbeit mit chinesischen Verhandlungspartnern spielt Respekt eine wichtige Rolle. Hierarchien müssen im Miteinander gewahrt werden. Da die Chinesen einen subtilen und indirekten Kommunikationsstil gewohnt sind, sollte man eine direkte Wortwahl sowie negative Aussagen vermeiden. Konkret bedeutet das: Verwenden Sie statt einem direkten „Nein” lieber vage Äußerungen wie „Vielleicht” oder „Wir werden sehen.” Es gilt als sehr unhöflich, andere öffentlich zu kritisieren, da sie so ihr Gesicht verlieren würden.

 

Großbritannien

In Großbritannien wird Höflichkeit besonders geschätzt. Man begrüßt sich gern persönlich; planen Sie daher zu Beginn der Videokonferenz eine kurze Vorstellung ein, wenn sich nicht alle Beteiligten kennen. Geschäftsleute reden sich üblicherweise mit dem Vornamen an – das sollte jedoch nicht als Vertrauensbeweis gedeutet werden, sondern ist Usus. Um eine Beziehung aufzubauen, hilft Small Talk – gern mit etwas trockenem, britischen Humor.

 

Italien

In Italien ist Körpersprache im Dialog von besonderer Bedeutung: Vieles wird durch Gestik und Mimik ausgedrückt oder betont; die non-verbale Kommunikation spielt eine deutlich größere Rolle als bspw. in Deutschland. Durchgehender Blickkontakt gilt als Zeichen von Wertschätzung und Interesse am Gesprächspartner. Videoübertragungen sind deshalb Telefonaten vorzuziehen. Scheuen Sie sich nicht Körpersprache einzusetzen.

 

Quellen: roedl.de, IHK Mittlerer Niederrhein, WAZ, Manager Magazin.

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