Digitalisierung der Gesellschaft – Neue Herausforderungen für Unternehmen

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Lorenz Beringer kommentiert

 
​Weniger als 15 Jahre ist es her, da habe ich mich als Schüler nachmittags per Telefon mit meinen Freunden verabredet. Heute greifen Jugendliche fast nicht mehr zum Hörer, sondern kommunizieren über WhatsApp, Instagram, Snapchat oder Facebook via Smartphone.
 

Innerhalb weniger Jahre hat sich Social Media von einem Trend hin zu einem neuen Kommunikationskanal entwickelt, der das Nutzungsverhalten der Gesellschaft global verändert hat. Mehr als 2 Mrd. Menschen sind auf einer Social Media-Plattform aktiv und die angemeldeten Nutzer verbringen im Schnitt 2 Stunden am Tag in den diversen sozialen Netzwerken.
 

Die Nutzung sozialer Medien betrifft dabei sämtliche menschliche Lebensbereiche. Bspw. werden Sportereignisse weltweit über die Plattformen aktiv verfolgt, kommentiert und diskutiert. Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien wurden auf den sozialen Plattformen über 800 Mio. Beiträge durch Fans verfasst.
 

Das Bedürfnis nach Informationen und Emotionen der Lieblingsvereine birgt für FußballClubs enorme Potenziale. So erreicht der FC Bayern München mittels der Distribution von Inhalten aus München in verschiedenen Sprachen eine globale Fanbase mit mehreren Millionen Followern. Täglich ermöglichen Inhalte in Social Media dem Club einen digitalen Dialog und einen weltweiten Markenausbau. Durch die Integration von Sponsoringpartnern und Fanartikeln können die Vertriebswege des Vereins durch die digitalen Medien unterstützt und ausgebaut werden.
 

Bemerkenswert ist auch der Einfluss von sozialen Netzwerken auf den politischen Diskurs. Während vor wenigen Jahren die meisten Menschen ihre Meinung primär über Leserbriefe und öffentliche Demonstrationen kundtun konnten, hat heute jeder die Möglichkeit, seine Ansichten digital zu verbreiten.
 
Facebook, Twitter & Co. bieten den Parteien die Chance, den Dialog zu politischen Themen zu fördern. Das ermöglicht einen Einblick in die aktuellen Meinungsströmungen der Gesellschaft. Sie sind zwar nicht repräsentativ, ähneln aber demoskopischen Erhebungen.
 

Diese Entwicklungen stellen Unternehmen allerdings vor große Herausforderungen. Nutzer erwarten Antworten fast in Echtzeit – und zwar insbesondere dann, wenn sie online sind und Zeit haben. Das ist zum Großteil auch nach Feierabend und am Wochenende der Fall.
 
Die Veränderung des Nutzerverhaltens wird somit in der Zukunft insbesondere im B-to-C-Bereich einen hohen Transformationsdruck auf Unternehmen ausüben. Daher kann die Realisierung der Chancen dieser Plattformen zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden.
 

  

Lorenz Beringer

Lorenz Beringer ist Social Media- und Digital-Experte und in diesem Bereich seit 2008 beruflich wie wissen­schaft­lich tätig. Von 2010 bis 2014 war er als Head of Social Media und CRM beim FC Bayern München tätig. In dieser Zeit ver­ant­wortete er den Aufbau einer weltweiten Social Media-Fan­basis mit insgesamt 23 Mio. Teilnehmern.
 

Im Juni 2014 gründete er die LOBECO GmbH mit Fokus auf Social Media und Digital Strategies und verantwortet als Geschäftsführer die Leis­tungs­erbringung für Kunden wie den FC Bayern, Bayer 04 Leverkusen, Viessmann und die HypoVereinsbank.

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